In ihrem neuen Entwurf des Szenariorahmens zum Netzentwicklungsplan 2035 gehen die Netzbetreiber davon aus, dass zwischen 112 und 128 Gigawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland installiert sein werden. Die öffentlichen Konsultationen über den Plan hat die Bundesnetzagentur nun eröffnet.
Es gibt überraschend positive Nachrichten für den Klimaschutz: Viele Jahre haben die Umweltverbände, aber auch die Bundesregierung selbst, bezweifelt, ob die Groko ihr selbst gestecktes Ziel einer 40 prozentigen Reduktion der Treibhausgase bis 2020 gegenüber 1990 erreichen kann. Doch nun sieht es plötzlich doch so aus als könne Deutschland diesem Ziel zumindest sehr nahe kommen. […]
Der Überschuss für die Übertragungsnetzbetreiber beträgt weiterhin mehr als 1,7 Milliarden Euro. Allerdings schmolz das Plus im November weiter ab, was eher ungewöhnlich ist und vor allem auf die niedrigeren Erlöse zurückzuführen.
Insgesamt 37 Photovoltaik-Projekte mit 202,5 Megawatt können nun gebaut werden. Gebote für Windparks an Land wurden in der Runde nicht abgegeben, die dennoch deutlich überzeichnet war. Der BDEW fordert neben der Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik auch die Ausweitung der zulässigen Flächen und die Anhebung der Begrenzung für Solarparks auf 20 Megawatt.
Wenn der 52 Gigawatt-Deckel für die Solarförderung nicht abgeschafft und die Genehmigungsverfahren für Windparks nicht beschleunigt werden, droht eine Verfehlung der klimapolitischen Ziele. Der Bundesrat sieht zudem Korrekturbedarf bei der CO2-Bepreisung.
Der globale Zubau von Photovoltaik, Windkraft und Co. wird in diesem Jahr zweistellig zulegen. Dabei treibt vor allem die Photovoltaik den Weltmarkt.
Die aus Erneuerbaren-Anlagen eingespeiste Strommenge hat zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahreszeitrum um 6,3 Prozent erhöht. Allein im Juni produzierten die Photovoltaik-Anlagen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes fast 22 Prozent mehr Solarstrom.
In ihrem Sektorgutachten Energie werden Maßnahmen vorgeschlagen, die einen funktionsfähigen Wettbewerb mit neuer Energie ermöglichen sollen. Derzeit sieht die Monopolkommission verschiedene Wettbewerbsprobleme, die einen Erfolg der Energiewende gefährden.
Beim Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW hat der Ministerpräsident deutlich mehr Engagement für den weiteren Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen zugesagt. Der Verband fordert, die Ausbauziele gesetzlich festzuschreiben.
Bis zu 14 Milliarden Euro sollen die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen bis 2038 erhalten. Greenpeace Energy bemängelt an dem dazu vorgelegten Referentenentwurf, dass die Bundesregierung die Gelder nicht mit einem konkreten Ausbauplan für erneuerbare Energien in den Gebieten verknüpft. Der BEE verlangt von der Bundesregierung auch endlich einen gesetzlichen Rahmen, mit dem sich das 65-Prozent-Erneuerbaren-Ziel bis 2030 erreichen lässt. Der BDEW wiederum fordert, Anreize für den Zubau gesicherter Leistung in Form CO2-armer Kraftwerke ab 2023. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft sieht die Chance mit dem Entwurf, Strukturwandel und Klimaschutz in Einklang zu bringen – allein im Entwurf fehlen die Impulse dafür.