Volkswagen und Northvolt führen europäisches Konsortium für Batterieforschung

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Der deutsche Autokonzern Volkswagen und der schwedische Batteriehersteller Northvolt führen ein neues Konsortium in Europa an, dass die Batterieforschung weiter vorantreiben will. Partner aus Forschung und Industrie aus sieben EU-Mitgliedsstaaten haben sich dafür am Donnerstag zur „European Battery Union“ (EBU) zusammengeschlossen. Sie werden sich Volkswagen zufolge auf die gesamte Wertschöpfungskette der Batterie konzentrieren – von Rohstoffen über die Zelltechnologie bis hin zum Recycling. Vorrangiges Ziel sei ein umfassender Kompetenzaufbau bei der Batteriezellfertigung, der den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Produktionsstätte in der EU ermöglichen solle. Die Erkenntnisse, die im Zuge der „European Battery Union“ gewonnen werden sollen zwischen allen beteiligten Partner ausgetauscht werden. Welche Unternehmen und Institute noch mitarbeiten, veröffentlichte Volkswagen zunächst allerdings nicht.

Der Start der gemeinsamen Forschungsaktivitäten sei für Anfang kommenden Jahres geplant. „Alle beteiligten Partner wollen im Zuge der zusätzlichen geplanten Forschungsaktivitäten ihre Investitionen erhöhen“, hieß es bei VW. Das Konsortium wolle sich an den Fördermitteln zur Erforschung, Entwicklung und Industrialisierung von Batterietechnologie beteiligen. Konkrete Zahlen nannte Volkswagen dabei nicht, erklärte allerdings: Mit den vom Bundeswirtschaftsministerium ausgelobten Fördermitteln könnten diese Aufwendungen finanziell abgebildet werden.

Erst zu Beginn der Woche hatte das Bundeswirtschaftsministerium bestätigt, dass sich mehr als 30 Unternehmen um die Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro für den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit Projektskizzen beworben hätten. Auch die EU-Kommission pusht derzeit den Aufbau einer Batteriezellfertigung. Dafür wurde von Vize-Kommissionspräsidenten Maros Sefcovic die „European Battery Alliance“ ins Leben gerufen. Daran beteiligt sich mittlerweile mehr als 120 Industrie- und Innovationspartner, die in verschiedenen Konsortien Anstrengungen unternehmen.

Northvolt arbeitet bereits seit September 2017 daran, eine Gigawattfabrik für Lithium-Ionen-Batteriezellen aufzubauen. Dabei hat das schwedische Start-up bereits zahlreiche Kooperationen mit europäischen Technologiekonzernen wie ABB und Siemens geschlossen und Finanzmittel eingesammelt.