Highlights der Woche

Reizthema Sturmschaden an Photovoltaik-Anlagen

Wenn Fotos von Sturmschäden veröffentlicht werden, fühlen sich die Hersteller der abgebildeten Systemteile ungerecht behandelt, vor allem wenn ihr System keine Schuld trifft. Mathias Muther, Geschäftsführer von Aerocompact, erklärt nun solch ein Foto, damit alle aus dem Schaden lernen können.

Kabinett beschließt Verordung für Innovationsausschreibungen

Eigentlich sollte es in diesem Jahr bereits die erste Auktion dieser Art geben. Bleibt abzuwarten, wie schnell die Bundesnetzagentur nun ist und auch wie innovativ das Format sein wird.

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EnBW macht Weg frei für Baustart des 175 Megawatt Solarparks ohne EEG-Förderung

Bereits im Frühjahr hat der süddeutsche Energiekonzern seine Pläne veröffentlicht. Nun ist die finale Investitionsentscheidung für das Photovoltaik-Kraftwerk gefallen, das ab Anfang 2020 in Brandenburg gebaut werden soll. Es ist das bislang größte Photovoltaik-Projekt in Deutschland, das ohne die Unterstützung über die staatliche Solarförderung geplant ist.

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Druck aus Deutschland: Europäische Investitionsbank vertagt Entscheidung über neue Energierichtlinie

Die neue Richtlinie sieht vor, Finanzgeschäfte mit der Fossilindustrie weitgehend für Tabu zu erklären. Nun hat der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank die Entscheidung vertagt. Denn Deutschland drängt auf Ausnahmen bei Gasprojekten.

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Studie: Neue Solar- und Windparks mit deutlich niedrigeren Vollkosten als bestehende Kohle- und Gaskraftwerke

Einer neuen, von Greenpeace Energy beauftragten Kurzstudie zufolge liegen die Vollkosten neuer Photovoltaik-Anlagen bei etwa 7 Cent pro Kilowattstunde – die bestehender fossiler Kraftwerke im Durchschnitt bei 17 Cent. Die Studie berücksichtigt dabei neben den Gestehungskosten auch die Folgekosten von Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschäden.

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Strompreise für Haushalte werden 2020 steigen

Der Ökostromversorger Lichtblick nennt höhere Netzentgelte und die steigende EEG-Umlage als Gründe. Das Vermittlungsportal „Check24“ teilt die Einschätzung – und verweist darauf, dass die Versorger die gesunkenen Großhandelspreise nicht an ihre Kunden weitergeben.

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Großspeicher und steuerbare Erneuerbaren-Anlagen stabilisieren Netzfrequenz

Am 7. Oktober sank die Netzfrequenz in Deutschland kurzfristig wieder einmal auf fast 49,8 Hertz ab. Das schnelle Anfahren von Großspeichern half unter anderem dabei, die Netzfrequenz binnen weniger Minuten wieder in den Normalbereich zu bringen.

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EEG-Umlage steigt 2020 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde

Nachdem sie zwei Jahre in Folge sank steigt die EEG-Umlage im kommenden Jahr wieder, bleibt aber unter dem Höchstwert von 2017. Als Begründung für die Erhöhung geben die Übertragungsnetzbetreiber zum einen den gesunkenen Überschuss auf dem EEG-Konto an, zum anderen die erwartete höhere Einspeisung aus den Offshore-Windparks. Verbände und Grüne fordern von der Bundesregierung, mit einer Reform bei Abgaben und Umlagen die Privathaushalte und den Mittelstand endlich wirkungsvoll zu entlasten.

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Deutsche Bahn will 500 Gigawattstunden Grünstrom einkaufen

Mit der europaweiten Ausschreibung von Stromabnahmeverträgen (PPAs) will das Unternehmen dazu beitragen, den Erneuerbare-Energien-Anteil im Bahnstrom bis 2020 von heute 57 auf 61 Prozent zu steigern. Schon heute ist die Deutsche Bahn der größte Ökostromverbraucher des Landes.

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Bundesrat erhöht Druck auf Regierung für Streichung des 52-Gigawatt-Deckels für Solarförderung

Die Länderkammer hat einen Entwurf zur Änderung des EEG aus Rheinland-Pfalz angenommen. Er wird nun der Bundesregierung vorgelegt, die in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 ebenfalls den Wegfall vorsieht. Sie hat bislang aber offen gelassen, wann das EEG entsprechend geändert wird.