Siemens weiter führend im Clean200-Ranking – RWE-Tochter Innogy behauptet Platz acht

Share

Siemens steht weiterhin an der Spitze des alljährlichen Clean200-Rankings, das von As You Sow sowie Corporate Knights zweimal jährlich veröffentlicht wird. In der aktuellen Liste vom 15. Februar, die nach dem Umsatz der 200 größten börsennotierten Unternehmen im Bereich saubere Energie erstellt wird, steht der Münchner Konzern vor Toyota, Schneider Electric, ABB und Panasonic auf Platz eins. Die Daten des Umsatzes der Unternehmen im Bereich saubere Energie stammen dabei von Bloomberg New Energy Finance (BNEF).*

Insgesamt haben es neun deutsche Unternehmen unter die 200 geschafft. Die RWE-Tochter Innogy, die bei der vorigen Aktualisierung Mitte August erstmals den Sprung auf die Liste schaffte, konnte den achten Platz verteidigen, wie aus der Liste hervorgeht. Osram Licht verbesserte sich seit August 2017 um zwei Plätze und liegt nun auf Rang 16. Mit Wacker Chemie und SMA Solar sind auch zwei im Photovoltaik-Bereich aktive Unternehmen auf der Liste. Wacker Chemie und SMA Solar verloren jeweils zwei Plätze und liegen auf Rang 38 und 89.

Auffällig ist, dass viele Unternehmen aus dem asiatischen Raum in dem Ranking vertreten sind. Mit 68 Vertretern ist China führend. Das sind fast doppelt so viele wie aus den USA. Allerdings schaffen es die chinesischen Unternehmen bislang nicht ganz nach vorn. Xinjiang Goldwind Sci&Tech-A und BYD sind auf den Rängen 21 und 25 die erfolgreichsten Unternehmen. Einige große Photovoltaik-Hersteller in China haben sich in den vergangenen Monaten von der Börse zurückgezogen und sind privatisiert worden. Mit GCL (62.), Longi (66.), Chint (74.), Risen (86.) und Sungrow (96.) sind einige chinesische Photovoltaik-Unternehmen in den Top 100 vertreten.

Nach China, den USA und Deutschland stammen die meisten Unternehmen auf der Liste aus Japan, Südkorea und Indien. Die Konzerne im Clean200-Ranking erzielten zudem mehr Rendite mit ihrem Umsatz in saubere Energien als andere Energieunternehmen. Ihre Rendite habe bei 32,1 Prozent gelegen, während der fossile Benchmark des S&P 1200 Global Energy Index nur 15,7 Prozent erreichte. Die neue Energiewirtschaft sei nicht nur ein Wachstumssektor, sondern übertrifft weiterhin den fossilen Energiesektor, erklärte Andrew Behar, Chef von As You Sow und Co-Autor.

In der Liste sind dabei nur börsennotierte Konzerne mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2017 berücksichtigt. Zudem würden auch Öl- und Gaskonzerne sowie Energieversorger nicht berücksichtigt, die weniger als 50 Prozent ihrer Energie aus Erneuerbaren erzeugten.  Ebenso wenig berücksichtigt werden Konzerne, die Umsatz mit Waffengeschäften machten sowie von der Abholzung der Tropen und Zwangs- oder Kinderarbeit profitieren, hieß es von As You Sow und Corporate Knights zur Veröffentlichung der Liste.

*Anmerkung der Redaktion: Nachträglich präzisiert, da Bloomberg New Energy Finance (BNEF) das Ranking nicht erstellt, sondern sie Umsatzzahlen der Unternehmen für die Rangliste liefert.