„Powder-Up!“ soll als erste Anlage in Deutschland die Produktion von innovativen Batteriematerialien und deren Vorprodukten im Maßstab von bis zu 100 Kilogramm außerhalb der Industrie übernehmen. Erst diese Menge an Material ermögliche Abteilungen für Forschung und Entwicklung den Bau von Batterien in Originalgröße.
Der schwedische Batteriehersteller will 2026 mit der Zellfertigung in Heide starten. Insgesamt 3.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Ende 2023 kam es zu zwei tödlichen Unfällen in einem schwedischen Northvolt-Werk.
Die drei Unternehmen wollen als europäischer Systemanbieter Alternative zu den meist aus Asien stammenden Ausrüstern sein. Der Fokus liegt auf Batterien für Elektrofahrzeuge – doch auch stationäre Speicher haben die Partner im Visier.
Bis Juni sind an dem Standort noch Rotorblätter für Windkraftanlagen hergestellt worden. Bald werden Batterien aus dem selben Werk kommen. Das hat der Batteriehersteller Svolt in einer Pressekonferenz mit hochrangigen Politkern bekannt gegeben.
Nach Angaben des russischen Energiekonzerns wird die Fabrik in der Exklave Kaliningrad entstehen. Die Produktion soll 2026 starten.
Zur Finanzierung der Expansion hat der schwedische Batterie-Produzent weitere 2,75 Milliarden US-Dollar Eigenkapital eingesammelt. Auch Volkswagen hat sich an der Finanzierungsrunde mit 620 Millionen US-Dollar beteiligt.
Die Analysten von Wood Mackenzie erwarten, dass bis 2030 weltweit etwa 119 Produktionsstätten in Betrieb sein werden. China steht dabei an der Spitze. Auf den asiatisch-pazifischen Raum entfallen 80 Prozent der globalen Produktionskapazität. Aber Europa holt auf.
In Schwarzheide will der Chemiekonzern ab 2022 Kathoden produzieren. Die Anfangskapazität soll ausreichen, um 400.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr mit Batterie-Materialien von BASF auszustatten.
Die Analysten erwarten, dass sich 2020 wegen des Virus-Ausbruchs die Herstellung von Batteriespeichern in China um 26 Gigawattstunden auf 237 Gigawattstunden reduziert. Unter anderem sei Teslas Gigafactory in Shanghai von der zwangsweisen Verlängerung der chinesischen Neujahrsferien betroffen gewesen.
Statt 60 Millionen Euro erwartet der deutsche Batteriehersteller jetzt einen Umsatz zwischen 43 und 46 Millionen Euro und ein negatives EBIT. Grund sind verzögerte beziehungsweise reduzierte Abrufe von Großkunden.