Peer Güntzel, stellvertretender Geschäftsführer der DAL, erläutert, wie er die Erlöschancen großer Batteriespeicher einschätzt, welche Risiken er sieht – und wie sich das auf die Finanzierung auswirkt. Projekte, die ihre Erlöse vollständig – also „fully merchant“ – über den Stromhandel erzielen, könnten in Zukunft schwieriger werden. Hybrid-PPAs für Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeichern in Co-Location stehen hingegen noch ganz am Anfang.
Verbund und ABB haben sich neben anderen Investoren im Zuge einer Finanzierungsrunde an dem spanischen Unternehmen beteiligt. HESS Tec hat selbst ein Intelligent Node Management Systems (INMS) entwickelt und verfügt über patentierte Hybridlösungen.
Das Unternehmen hat bei alten und neuen Investoren in einer Series-B-Finanzierung 15 Millionen Euro akquiriert. In Aachen hat Voltfang seinen Fertigungsstandort für Batteriespeichersysteme erweitert und kann nun auf bis zu 1 Gigawattstunde jährlich hochskalieren.
Das israelische Unternehmen steigt mit dem Kauf der Speicherprojekte in den deutschen Markt ein. Der Baustart der beiden Batteriespeicher in Brandenburg mit 100 Megawatt Gesamtleistung soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Bisher waren Batteriestacks vor allem im Bereich der Heimspeicher zu finden. Sigenergy hat nun in Bulgarien ein Photovoltaik-Kraftwerk mit einem 10-Megwatt-Großspeicher ausgerüstet, der ebenso aufgebaut ist. Das Unternehmen will damit Batteriecontainern Konkurrenz machen und zielt mit einem ausgefeilten Energiemanagement auf große Gewerbebetriebe.
Die Anlage in Bollingstedt verfügt über eine Speicherkapazität von 238 Megawattstunden. Nach Berechnungen von Eco Stor hätte der Batteriespeicher während der Dunkelflaute im Dezember 2024 den extrem hohen Strompreis um 36 Euro pro Megawattstunde senken können, wäre er damals schon am Netz gewesen.
LEW Verteilnetze und Bayernwerk starteten ein Pilotprojekt, bei dem Strom aus erneuerbaren Energien netzverträglicher eingespeist werden soll. Bei dem Projekt kommen auch Speicher zum Einsatz. Einer der Speicher wird von Green Flexibility kommen.
Die Tochtergesellschaft Salzgitter Flachstahl will ein PPA vergeben, um sich mit Solarstrom beliefern zu lassen. Außerdem will das Unternehmen die Errichtung und den Betrieb eines Batteriegroßspeichers ausschreiben.
Der Großspeicher soll mit mehreren Wechselrichtern europäischer Hersteller kompatibel sein. Die Lösung verspricht besonders hohen Brandschutz und Cybersecurity.
In einer gemeinsamen Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft und Eon kam heraus, dass dem Stromsystem bereits in wenigen Jahren deutlich mehr Flexibilität zur Verfügung stehen könnte. Die Zahl der Elektroautos, Wärmepumpen und Batteriespeicher soll drastisch steigen. Jetzt gilt es die Potenziale zu heben.