Sonnenkraft bringt Rückkontakt-Modul mit 480 Watt heraus

Das neue Modul des österreichischen Photovoltaik-Unternehmens hat einen Wirkungsgrad von 23,52 Prozent. Es handelt sich um ein Glas-Glas-Modul mit 108 Topcon-Halbzellen, die rückseitig kontaktiert sind.
Sonnenkraft, Rückkontakt-Modul
Das Glas-Glas-Modul basiert auf 108 Topcon-Halbzellen, die auf der Rückseite kontaktiert sind. | Foto: Sonnenkraft

Sonnenkraft hat in dieser Woche sein neues Rückkontakt (BC)-Modul „480GG2RNE“ vorgestellt. Das Glas-Glas-Modul, das auf 108 Topcon-Halbzellen basiert, verfügt über eine Leistung von 480 Watt und einen Wirkungsgrad von 23,52 Prozent, wie aus dem Datenblatt hervorgeht. Die Abmaße betragen 1800 mal 1134 mal 35 Millimeter bei einem Gewicht von 24,5 Kilogramm. Das Modul ist für eine maximale Systemspannung von 1500 Volt ausgelegt und eignet sich für Betriebstemperaturen zwischen +85 und -40 Grad Celsius.

Das österreichische Photovoltaik-Unternehmen gibt eine 15-jährige Produktgarantie auf seine neuen Module. Zudem wird im ersten Jahr eine Leistung von mindestens 99 Prozent garantiert und danach eine lineare Reduktion um 0,4 Prozent jährlich für bis zu 30 Jahre.

Mit dem Rückkontakt-Modul will Sonnenkraft nach eigenem Bekunden neue Maßstäbe nicht nur bei Effizienz, sondern auch bei Verschattungsresistenz und Design setzen. Die Verlagerung aller elektrischen Kontakte auf die Rückseite schaffe eine vollständig freie Vorderseite, auf der ohne Leiterbahnen die Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden könne. Da mehr Licht auf die aktive Zellfläche treffe, erhöhe sich die Energieausbeute spürbar. Auch optisch sorge eine vollständig schwarze, busbarfreie Front für ein homogenes Erscheinungsbild, so das Unternehmen weiter. Sonnenkraft zufolge eignet sich das Modul daher besonders für anspruchsvolle Photovoltaik-Dachanlagen, Fassadenintegration oder Spezialanwendungen.

Das Rückkontakt-Modul verfüge zudem über ein intelligentes Verschattungssystem, was Leistungsverluste von verschatteten Zellen deutlich reduziere. Auch der verbesserte Temperaturkoeffizient sorge für weniger Leistungsverluste, so das Unternehmen weiter. Er liegt nach Angaben im Datenblatt bei -0,26 Prozent pro Kelvin. Ferner ist das Modul nach mehreren IEC-Normen zertifiziert. Es hat den erweiterten Hageltest HW3 bestanden und ist beständig gegen Salznebel und Ammoniak.

Kommentare

Hannes Meurer
May 10, 2026

Sonnenkraft klebt doch nur nen Aufkleber drauf. Die Ware kommt zu 100% aus China.

Warum also wird so getan, als würde der Hersteller hier groß eigene Innovation betreiben? Es handelt sich um einen reinen Importeur und Inverkehrbringer.

Nennenswerte F&E sowie Produktion im Bereich PV-Module gibt es in Europa nicht mehr. Da hilft auch kein Marketinggeschrei.

Zudem ist eine Produktgarantie von nur 15 Jahren erbärmlich und in keinster Weise mehr wettbewerbsfähig.

Tom4711
May 08, 2026

Was ist denn mit „intelligentes Verschattungssystem“ gemeint? Die Intelligenz von 3 Bypassdioden?