EU-Verbot chinesischer Wechselrichter löst heftige Reaktion in Peking aus

China hat das EU-Verbot chinesischer Wechselrichter in EU-finanzierten Photovoltaik-Projekten scharf kritisiert und gewarnt, der Schritt könne Handelsbeziehungen, Lieferketten und die Energiewende in Europa gefährden.
Aus Sicht des chinesischen Handelsministeriums untergräbt die Einstufung Chinas als ‚Hochrisikoland‘ das gegenseitige Vertrauen zwischen China und der EU. | Foto: N509FZ, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Von pv magazine Global

Die chinesische Regierung hat eine offizielle Stellungnahme zum jüngsten EU-Verbot chinesischer Wechselrichter in EU-finanzierten Photovoltaik-Projekten veröffentlicht. „Ohne jegliche faktische Beweise hat die EU China erstmals als sogenanntes ‚Hochrisikoland‘ eingestuft und unter diesem Vorwand die finanzielle Unterstützung für Projekte mit chinesischen Wechselrichtern verboten“, so das chinesische Handelsministerium. „Die Einstufung Chinas als ‚Hochrisikoland‘ durch die EU untergräbt das gegenseitige Vertrauen zwischen China und der EU, beeinträchtigt die bilaterale Wirtschafts- und Handelskooperation, destabilisiert Industrie- und Lieferketten sowohl im Kontext China-EU als auch weltweit und birgt sogar das Risiko einer Entkopplung und weiterer Lieferkettenunterbrechungen“, heißt es in der Erklärung.

„China fordert die EU dringend auf, die Stigmatisierung Chinas durch die Einstufung als ‚Hochrisikoland‘ unverzüglich zu beenden und die unfairen und diskriminierenden Praktiken gegenüber chinesischen Produkten aufzuheben“, fügte das Handelsministerium hinzu. „China wird die Situation genau beobachten, die Auswirkungen der EU-Politik auf die Interessen chinesischer Unternehmen sowie auf die Industrie- und Lieferketten zwischen China und der EU sorgfältig prüfen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen.“

Über mögliche Gegenmaßnahmen wurden keine Einzelheiten bekannt gegeben. Das Handelsministerium erklärte außerdem, dass die neuen Maßnahmen zum Ausschluss chinesischer Produkte der EU selbst schaden und ihren Energiewandel sowie ihre Energiesicherheit gefährden könnten. Die EU gab am 23. April ihren Plan bekannt, die Finanzierung von PV-Projekten mit Wechselrichtern von Hochrisikolieferanten einzuschränken. Auf der Liste der Hochrisikoländer stehen China, Russland, Iran und Nordkorea.

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Kommentare

E.S.
May 13, 2026

ABSCHALTEN! ABSCHALTEN! ABSCHALTEN …………… 😂

Dirk Schiller
May 11, 2026

Ueber die Sicherheit von chinesischer Hardware zu diskutieren, in Anbetracht, was wir da in den Netzen so laufen haben, ist doch sehr zynisch.

Ein hoher Bestandteil der Hardware da draußen ist auf einem Patchlevel aus dem letzten Jahrtausend (wenn überhaupt „aktuelle“ Firmware mal aufgespielt wurde), Sicherheitskonzepte beschränken sich oft rein auf die isolierten Netzwerke.

Harald Dolderer
May 11, 2026

@niranbunmi.mt
Ich habe den Artikel jetzt noch einmal gelesen. Für mich geht es hier, wie auch schon beim ersten Durchlesen erkannt, um die Frage, ob es gerechtfertigt ist, chinesische Wechselrichter aus EU-finanzierten Photovoltaik-Projekten auszuschließen und noch etwas differenzierter, mit welchen Argumenten dies geschieht? Das ist der Kern der Debatte. Näher am Thema kann man kaum bleiben.

Ich meine, aus Sicherheitsgründen ist die Entscheidung nicht verhältnismäßig, aus Gründen der Marktmacht ist eine gewisse Diversifizierung – auch unter Druck – durchaus angemessen.

Ich mache weder Werbung für deutsche noch für chinesische Produkte und habe weder „Aktien“ bei der einennoch bei der anderen Fraktion. Bei einem bin ich mir aber leidert ganz sicher. Wir würden heute in Sachen erneuerbarer Energien nicht dort stehen, wo wir heute stehen, wenn die deutsche Solarindustrie und die deutsche Politik die Entwicklung seit 2013 bestimmt hätten. Von daher muss man Herrn Minister AD Altmaier und Frau Staatssekretärin AD Reiche im nachhin vielleicht doch noch dankbar sein, dass sie die Energiewende in chinesische Hände übergeben haben.

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Uwe Dyroff
May 12, 2026

„Die Leute sind fleißig arbeiten über das Wochenende“

Genau @Johannes,
darum hat China auch seine Einkindpolitik geschrottet. Man braucht neues „Kanonenfutter“.

Johannes
May 12, 2026

Es gibt überhaupt keinen Grund Chinesische Produkte zu sperren.Ich war 1/2 Jahr in China war 6x dort.Die Leute sind fleißig arbeiten über das Wochenende.Die Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten sind beachtlich.Wenn wir so weitermachen in Europa verlieren wir den Anschluss.Ein Zug Hochgeschwindigkeitsnetz mit über 50000 km in so kurzer Zeit aufzubauen,da brauchen wir noch mindestens 50 Jahre.Unsere grünen blockierten sowieso alles.

Christian
May 11, 2026

Shalom.
Ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines SolarEdge – Wechselrichters mit 5000 VA und ein bisschen Dach-Photovoltaik und Speicher ( auch SolarEdge) drumherum.
Ich hoffe und glaube doch inständig, dass im WR einige unauffindbare Mikrofone und Kameras verbaut sind , die mich im Keller ausspionieren . Wenn ich im Selbstgespräch etwas despektierliches über die gegenwärtige Regierung in Israel sage , dann möchte ich doch , dass dies auch irgendwo gehört und registriert wird ! Falls dies wieder Erwarten nicht so ist : Bin ich – als Deutscher! – es etwas nicht Wert von einem israelischen Wechselrichter per Audio ausspioniert zu werden ? Bin ich ein so geringwertiges Spionageziel , dass ich für eine Datengenerierung uninteressant bin ? Da würde ich mich aber sehr zurückgesetzt und geringwertig fühlen ! Mein Selbstwertgefühl wäre sehr angeschlagen. Speziell Strafmaßnahmen wären interessant, wie zum Beispiel eine temporäre Leistungsreduzierung des Wechselrichters , wenn ich etwas „falsches“ gesagt habe. Da wüsste ich : Hurra ich lebe , und jemand interessiert sich für mich und meine Meinung. ! Ich bekomme tatsächlich Rückmeldung.
Der Wechselrichter liefert nur noch 100 Watt AC trotz strahlendem Sonnenschein.Höchststrafe !
Toll ! Ich bin wichtig!

– Bisschen sehr Deutsch: Satirischer Beitrag !

Uwe Walter Bosse
May 11, 2026

Artikel die im eigenen Land mit vorhandenen Rohstoffen gefertigt werden können, brauchen nicht importiert werden. Manche Nischen-Artikel sind in ebenfalls gewünschten Ausführungen nicht als „Made-in-EU“ verfügbar. Dann kommt man um den Import nicht herum, bis sich die heimische Industrie angepasst hat.

Uli
May 11, 2026

Naja, zu bezweifeln das wir von China ausspioniert werden, ist schon recht weltfremd.
Es geht allerdings bei dem Verbot weniger um Spionage,eher um Sabotage. Die EU vermutet das wenn e-busse aus China ferngesteuert werden können, dies bei den Wechselrichtern genauso ist.
Aber ja, wahrscheinlich wäre ein Verbot des Kaufes von Chinesischen e-bussen sinnvoller gewesen

Oldman
May 11, 2026

..und dann gäbe es ja noch die Möglichkeit, dass die Hersteller einen mechanischen Schalter einbauen, welcher den Fernzugriff sperrt. Der Kunde erlaubt also den Zugriff nur, wenn ein update ansteht oder ein Problem von aussen gelöst werden muss. Schon die alte 3 1/2 Diskette hat vor Jahrzehnten auf mechanischen Schutz gesetzt. Kost nix, bringt viel.

Harald Dolderer
May 11, 2026

Wer China als Hochrisikoland einstuft und die USA nicht, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Von China vermuten wir, dass Sie uns ausspionieren, von den USA wissen wir es seit Snowden. Dass die USA die EU spalten und die einzelnen Länder zu willfährigen Vasallen machen wollen, ist erklärte Politik der aktuellen US-Regierung. Soweit geht vielleicht die Phantasie einiger chinesicher Politiker, die erklärte Politik ist eine andere. Mir kommt das so vor wie das Verbot von Kunstoff-Strohhalmen als Antwort auf die Flut an Kunststoffmüll.

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niranbunmi.mt
May 11, 2026

Nett nicht beim Thema zu bleiben.

Welchen Grund hat China Taiwan anzugreifen?
Also sind wir uns einige, keine Werbung für chinesische Produkte und deren Kauf?

Tom Iltmann
May 11, 2026

Wie wäre es mit einem sofortigen Einfuhrverbot von Öl aus Risikoländern? Klingt genauso logisch.
Zum Glück gilt es nur für geförderte PV Projekte. Das sorgt unsere Gas-Kathi schon dafür, das es davon in Deutschland keine gibt.

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Michael Zigan
May 11, 2026

Haha, habe ich mir auch gedacht, beim Ölgeschäft gibts keine Moral, die wird dann bei den Alternativen aus der Mottenkiste gekramt wenn einen garnichts anderes mehr einfällt. Es ist so armselig mit anzusehen, was haben wir nur für Regierungen….

niranbunmi.mt
May 11, 2026

Tom Illtmann
Also ist beides nicht gut, Öl aus Risikoländer und Werbung und Kauf von Made in China, Beides ist schlecht und unmoralisch.

niranbunmi.mt
May 11, 2026

Und was machen die PV Youtuber, nehmen Sie die Gefahr ernst oder machen Sie weiter Werbung für Made in Germany?

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Michael Zigan
May 11, 2026

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, ald die damalige Bundesregierung die zuerst supportete Solarindustrie innerhalb eines Jahres komplett zerstört hat und die Produktion von Panels und Invertern von China übernommen wurde. Der verlust eines extrem wichtigen Industriezweigs wurde auf veranlassung der Erdöllobby bewusst herbeigeführt. So, und nun wollen wir es wieder zurück? Mir dummdreisten Argumenten? Um dann nächstes Jahr die Eiropäischen Hersteller wieder gegen die Wand fahren zu können? Die Chinsesen maches es einfach besser und korruptionsloser, bei denen ist dieser Industriezweig in besseren Händen.

niranbunmi.mt
May 11, 2026

1. EU und Trump, gleiche Vorgehensweise:
2. Ich habe gedacht es gibt ein grünes Wirtschaftswunder, mit grünen Technologien ….
3. Merz hat recht, wir müssen wieder mehr und härter arbeiten.

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Carl0Z
May 14, 2026

Das Problem ist weniger die harte Arbeit, sondern dass Europa bei Zukunftstechnologien jahrelang gepennt hat.

China hat Solar, Batterien und E-Mobilität massiv skaliert, während wir diskutiert haben, ob das alles überhaupt funktioniert. Jetzt kommen die Technologien nur die Wertschöpfung mommt halt oft nicht mehr aus Europa.

Und nein, niemand hat versprochen, dass die Energiewende Milch und Honig bringt.
Aber dauerhaft fossile Importe bezahlen macht uns sicher nicht wettbewerbsfähiger, oder?

niranbunmi.mt
May 11, 2026

@MAX
Also hat er gesagt: Wenig EEG ist eine Kugel Eis, viel EEG ist eine Flasche Champagner, jeden Monat, pro Haushalt.
Zum Glück gab es Altmaier, sonst hätte jede eingespeiste Kilowattstunde eine Kugel Eis gekostet.

Das Internet vergisst nicht:
https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/erneuerbare-energien-gesetz-tritt-in-kraft

Er hat gesagt, umso mehr EEG umso günstiger:
„Die neuen, stärker differenzierten Vergütungssätze sinken im Laufe der Jahre, was für Kosteneffizienz der Erneuerbaren “

Warum kann man nicht sagen: Es war ein Irrtum, dennoch haben wir viel erreicht auch wenn es teuer ist.

Max
May 11, 2026

Sorry es wurde die Energiewende für eine Kugel Eis versprochen

Schon das ist völlig falsch. Diese Aussage war auf die damaligen Ziele des EEG von wenigen Prozent erneuerbaren Energien bezogen. Nicht auf die gesamte Energiewende.
Herr Trittin hatte das zur Einführung des EEG gesagt und die späteren Regierungen haben das EEG weiterentwickelt mit steigenden Kosten aber auch mit sehr deutlich höheren Zielen.

Weitere Richtigstellung spare ich mir bei solchem populistischem Blödsinn.

niranbunmi.mt
May 11, 2026

Ich gebe zu etwas überspitzt,
1. Was ist am Vergleich falsch
2 Sorry es wurde die Energiewende für eine Kugel Eis versprochen und ein Wirtschaftswachstum, mit grüner Technologie.
3.1 Ja wir können die Reichen mehr besteuern, nützt aber nicht lange, dann ist diese Geld auch weg.
3.2 Und wir können nicht immer nur sagen Deindustrialisierung => Trump ist schuld. oder wir brauchen nur noch mehr Wind und PV und es wird Milch und Honig fließen.

Klimaschutz kann man nicht mit Moral und in Teilzeit umsetzten sondern mit harter Arbeit und auch mal mit mehr als 8 Stunden am Tag arbeiten, der wo kann natürlich.

.

Sepp Wurzel
May 11, 2026

Du nervige Desinformationsschleuder!