Einer Marktanalyse zufolge könnte es erstmals seit 2015 kein Marktwachstum geben. Dies liegt vor allem an der rückläufigen Nachfrage nach privaten Photovoltaik-Anlagen in vielen EU-Ländern und schlechteren Förderbedingungen, so der Verband.
Der jüngste Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, dass sich die globalen durchschnittlichen Stromgestehungskosten für große Photovoltaik-Kraftwerke im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert haben. Die durchschnittlichen Gesamtkosten für neue Photovoltaik-Kraftwerke sind demnach allerdings um elf Prozent gesunken.
Die vom Berliner Zentrum Nachhaltige Transformation zum zweiten Mal erarbeitete Studie betrachtet große Unternehmen ab 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Als Marktführer identifiziert das ZNT mit Enpal, Eon und 1Komma5° drei deutsche Anbieter. Insgesamt wurden rückläufige Installations- und Umsatzzahlen ermittelt.
Während in den reifen Batteriemärkten wie Deutschland und Italien die Nachfrage in den ersten sechs Monaten eher gedämpft war, zog sie in anderen europäischen Ländern wie Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Tschechische Republik deutlich an. Ein Treiber für den Zubau sind die sinkenden Preise, wobei EUPD Research den durchschnittlichen Verkaufspreis mit 711 Euro pro Kilowattstunde für Heimspeicher im ersten Halbjahr 2025 ermittelt hat.
Der Europäische Rat hat ein Gesetz verabschiedet, das die Umsetzung der Sorgfaltspflichten der Batterieverordnung bis August 2027 verschiebt, um Batterieherstellern und -exporteuren mehr Zeit für die Vorbereitung auf die Einführung zu geben.
Zwischen Januar und Mai fielen 28 Prozent der potenziellen Photovoltaik-Erzeugung in Deutschland in Zeiten mit negativen Börsenstrompreisen. Diese Entwicklung wird sich wohl auch in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen, da der Zubau von Batteriespeichern deutlich langsamer vorankommt als jener der Photovoltaik, wie das Update des „Renewables Power Market Report 2025“ von Enervis zeigt.
Mit 22,1 Prozent lag Solarstrom knapp vor der Kernenergie, die auf 21,8 Prozent Anteil an der Stromerzeugung im Juni kam. In mindestens 13 EU-Länder erreichten neue Monatsrekorde bei der Solarstromerzeugung.
Würde man den Modulpreisen eine Identität mit eigener Willensbildung zuschreiben, so könnte man in diesem Monat von einer vielleicht richtungsweisenden Entscheidung sprechen. War im letzten Monat von mir noch die Rede von unklaren Tendenzen im Modulmarkt und von nur marginalen, eher unambitionierten Bewegungen, so ergibt sich mittlerweile ein deutlicheres Bild. Den Preisen war die Luft […]
Angesichts des hohen Niveaus der Erzeugung aus Photovoltaik-Anlagen in weiten Teilen Europas gehen die Analysten davon aus, dass die negativen Preisstunden weiter deutlich zunehmen werden. Im ersten Halbjahr stiegen sie bereits in fast allen europäischen Ländern an – in acht davon gab es mehr als 300.
Die Europäische Kommission hat auf Anfrage von pv magazine erklärt, dass sie der Förderung von Betriebsausgaben für Photovoltaik- und Cleantech-Hersteller wahrscheinlich keine Priorität einräumen wird. Sie hegt Bedenken wegen möglicher Marktverzerrungen. ESMC und Solarpower Europe halten die Opex-Unterstützung jedoch für elementar, wenn eine Wiederbelebung der Solarindustrie in Europe gelingen soll.