Einer Meinungsumfrage zufolge sind vier von fünf Schweizern dafür, im Zuge der Energiewende die Photovoltaik auszubauen. Nicht einmal jeder zweite der Befragten weiß, dass sich eine Wärmepumpe auch mit Solarstrom vom Dach betreiben lässt.
Das Energieministerium hat die Konsultationen zur Revision der Energieförderverordnung begonnen. Dabei plant es, den Leistungsbeitrag für Photovoltaik-Anlagen bis 30 Kilowatt im kommenden Jahr zu erhöhen, um eine Vollbelegung der Dächer im privaten Segment anzureizen.
Große Wasserkraftwerke dominieren die Stromerzeugung. Die Photovoltaik spielt nur eine untergeordnete Rolle. Doch ihre Bedeutung wächst: Insgesamt 268 Megawatt wurden 2018 neu installiert, ein Plus von zwölf Prozent.
Photovoltaik und Windkraft haben in der Schweiz deutlich geringere Bedeutung für die Energieversorgung als in den meisten anderen europäischen Ländern. Die Energiestiftung SES hat nun eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, die den Ausbau der Solar- und Windenergie vorantreiben sollen.
Eine neue Studie des Bundesamtes für Energie zeigt, dass auf und an Schweizer Gebäuden jährlich 67 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt werden könnten. Das entspricht rechnerisch 110 Prozent des Stromverbrauchs in der Schweiz.
Das Schweizer Unternehmen will die Kosten der Erzeugung von Solarstrom auf Gebäudedächern in sonnigen Ländern mit seinen Konzentrator-Modulen um bis zu dreißig Prozent reduzieren. Die Module sollen 2022 auf den Markt kommen.
Die Regelung wird Anreize für Photovoltaik-plus-Speicherprojekte zum Eigenverbrauch sowie für Projekte zur virtuellen Energiespeicherung bieten. Im vergangenen Jahr sorgte das Programm für die Installation von rund 400 Batteriesystemen, die mit Photovoltaik-Anlagen gekoppelt sind.
Die Jahreskapazität der vollautomatisierten Fertigung soll bei 200 Megawattstunden liegen. Der Start ist für September 2018 vorgesehen. Neben Photovoltaik-Heimspeichern sollen dort auch mobile Batteriesysteme hergestellt werden.
Ab dem kommenden Jahr wird die kostendeckende Einspeisevergütung durch die Einmalvergütung abgelöst. Nach Angaben von Swissolar lassen sich dadurch deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen fördern, allerdings sind weiter lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Der Photovoltaik-Eigenverbrauch wird zudem für Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe attraktiver.
Nachdem der Absatz in der Schweiz in der ersten Jahreshälfte deutlich anstieg rechnet der Speicherhersteller E3/DC dort für das Gesamtjahr mit bis zu 400 verkauften Systemen.