Die Initiative „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ hat eine Online-Plattform gestartet, auf der Wähler die Haltung ihrer Direktkandidaten zur Energiewende und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien überprüfen können. Die Plattform soll Orientierung für die Bundestagswahl am 22. September 2013 geben.
Die Lobby der konventionellen Energieerzeuger wird nicht müde, die Förderung erneuerbarer Energien schlecht zu reden. VBEW-Geschäftsführer Detlef Fischer ist überzeugt, dass er seine Position in der Politik durchsetzen wird und es dem bisherigen Eigenverbrauchsmodell nach der Wahl an den Kragen geht.
Im Juni 2013 wurden in Deutschland rund 315 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut. Im ersten Halbjahr bedeutet dies einen Gesamtzubau von ungefähr 1,8 Gigawatt. Rechnet man die Installationen der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres hinzu, bedeutet das, dass die Einspeisevergütung in den Monaten August, September und Oktober jeweils um 1,8 Prozent abgesenkt wird.
Der laut Netzentwicklungsplan 2013 vorgesehene massive Ausbau der Übertragungsnetze ist nach dem Ergebnis einer Vergleichsstudie nur nötig, wenn konventionelle Kraftwerke unvermindert weiter betrieben würden. Dies wäre allerdings energiewirtschaftlich unnötig und wiederspricht zudem der Realität. Energieversorger bemühen sich bereits konventionelle Kapazitäten zurückzufahren.
Die chinesische Regierung hat von ihren Plänen, Antidumping-Zölle auf europäisches Polysilizium zu erheben, Abstand genommen. Laut einem Zeitungsbericht haben sich Bundeswirtschaftsminister Rösler und der chinesische Wirtschaftsminister Gao darauf geeinigt.
Am Montag und Dienstag haben die Gläubiger der Solarworld AG gemeinsame Vertreter für die Anleihen 2011/2016 und 2010/2017 bestimmt. Eine Restrukturierung mittels Dept-to-Equity Swap konnte aufgrund geringer Präsenz des ausstehenden Anleihekapitals nicht beschlossen werden. Die Entscheidung darüber wurde auf August verschoben.
Der FDP Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat nun auch einen Förderstopp für die erneuerbaren Energien gefordert. Autoren aus dem BEE halten das nach einem internen Papier zwar wieder für Wahlkampf, sehen aber trotzdem eine ernste Gefahr für die Branche.
BDEW-Chefin Hildegard Müller erklärt in einem Zeitungsinterview, es müsse geprüft werden, ob die Fördersätze für Solarenergie noch schneller gesenkt werden können. Auch die Förderung für Onshore-Windkraft an den Küsten ist nach ihrer Einschätzung überhöht. Um Energiekosten zu senken, hofft Müller auf billiges Schiefergas, dass durch Fracking gewonnen werden könnte.
Die Indizien verdichten sich, dass kurzfristig eine Einigung im laufenden Handelsstreit der EU mit China wegen billiger Photovoltaik-Importe gefunden wird. Die EU-Kommission setzt alles daran, kurzfristig eine Verhandlungslösung zu finden. Auch chinesische Industrievertreter rechnen mit einer baldigen Einigung. Die Vereinigung EU ProSun, die die Anti-Dumping- und Anti-Subventionsbeschwerde in Brüssel eingereicht hat, sieht in dem chinesischen Angebot allerdings keine akzeptable Lösung für den Handelsstreit.
Der Chef der Deutschen Energieagentur hat in einem Zeitungsinterview eine mögliche EEG-Umlage von bis zu sieben Cent je Kilowattstunde ins Spiel gebracht. Erst am Montag veröffentlichte Greenpeace eine Studie, wonach mit einem Anstieg auf knapp 6,1 Cent je Kilowattstunde zu rechnen ist.