Das Jahr ist vorüber und somit lohnt sich der Blick zurück. Was ist hängengeblieben, welche Ereignisse haben die Photovoltaik-Welt in diesem Jahr bewegt? Da gab es den Hype um Tesla, die neuen Ausschreibungen für Freiflächenanlagen, den weiteren Markteinbruch in Deutschland oder auch den Kampf um Brüssel bezüglich der Anti-Dumpingmaßnahmen gegen die chinesischen Photovoltaik-Hersteller, um nur einiges zu nennen. In einer kleinen Chronologie haben wir zusammengetragen, was in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist.
Im laufenden Anti-Circumvention-Verfahren hat Brüssel nun Ergebnisse vorgelegt. Demnach drohen neue Zölle für chinesische Hersteller, die versucht haben, die geltenden Anti-Dumpingmaßnahmen durch Exporte über Malaysia und Taiwan zu umgehen. Explizit nicht betroffen davon sind Hersteller, die aus diesen Ländern stammen und keine Handelsbeziehungen mit chinesischen Unternehmen haben.
Die Registrierungsmöglichkeit bei der EU-Kommission für die Auslaufprüfung der Mindestpreise und Einfuhrvolumen für chinesische Hersteller als interessierte Partei ist am Montag abgelaufen. Deutlich mehr Unternehmen und Verbände haben sich gemeldet als noch 2013, die meisten davon kommen aus Deutschland.
Das Repräsentantenhaus und der Senat in den USA haben einer Verlängerung der Photovoltaik-Steuervergünstigungen bis 2020 zugestimmt. Auch deutsche Photovoltaik-Unternehmen begrüßen das, da nun ein weites starkes Wachstum des US-Marktes zu erwarten ist.
Photovoltaik und Windkraft haben in diesem Jahr ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung weiter gesteigert. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz legt nun die Zahlen vor, die belegen, dass die Erneuerbaren wie schon im Vorjahr wieder die wichtigste Energiequelle in Deutschland sind.
Das US-Repräsentantenhaus und Senat haben das Finanzierungsgesetz gebilligt, was auch eine Verlängerung der derzeit geltenden Steuervergünstigung für Photovoltaik-Anlagen für weitere drei Jahre vorsieht. Danach soll sie langsam abgesenkt werden. (Aktualisiert.)
Die Zahl der Anträge und der Genehmigungen für die Zahlung der EEG-Umlage für den priviligierten Letztverbrauch sind gesunken. Im kommenden Jahr werden nach Angaben des Bundesamtes 2080 Anträge bewilligt werden.
Mit Blick auf die Beschlüsse in Paris hat die Alpenrepublik die Förderung von mehr als 1400 Projekten für die Energiewende beschlossen. Dabei sind auch Mittel für verschiedene Photovoltaik-Projekte vorgesehen.
Die Länderkammer kritisiert die Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Energiespeicher. Zudem sollten Erneuerbare-Energien-Anlagen bei Netzengpässen nicht abgeschaltet werden. Beim Einbau von intelligenten Zählern sollten Endverbraucher eine Wahlfreiheit haben. Den Vorrang der Erdverkabelung und das neue Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz billigte der Bundesrat.
Die Regierung in London hat nun die neuen Einspeisetarife für Photovoltaik-Anlagen ab dem kommenden Jahr veröffentlicht. Ein kleiner Teilerfolg für die britische Solarindustrie ist dabei, dass die Kürzungen nicht ganz so drastisch ausfallen, wie zunächst vorgeschlagen. Allerdings sind vierteljährliche Deckelungen geplant, die nach Ansicht des Photovoltaik-Verbands STA für zusätzlichen Schaden sorgen könnten. Die neuen Photovoltaik-Einspeisetarife sollen am 8. Februar in Kraft treten.