Solarworld lässt im US-Handelsstreit nicht locker

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Die US-Tochter von Solarworld hat am Mittwoch eine neue Anfrage an das US-Handelsministerium gestellt. Dieses solle untersuchen, inwiefern die angebliche Computerspionage des US-Militärs auf den Handel ausgewirkt habe. Die Cyberattacken hätten zum Zeitpunkt der ursprünglichen Anti-Dumping- und Anti-Subventionsuntersuchungen des US-Handelsministeriums gegen die chinesischen Photovoltaik-Hersteller stattgefunden. Solarworld wolle daher wissen, ob und wie die chinesischen Photovoltaik-Unternehmen von der möglichen Spionage profitiert hätten, hieß es weiter. Außerdem sollten bei einer entsprechenden Bewertung des Falls auch Sanktionen gegen die chinesische Regierung in Betracht gezogen werden. Solarworld habe dazu eine entsprechende zehnseitige Beschwerde beim US-Handelsministerium eingereicht. „Insgesamt würden es die von Solarworld gestohlenen Daten den chinesischen Wettbewerbern erlauben, den Geschäftsbetrieb von Solarworld aus einer Vielzahl von Blickwinkeln aggressiv ins Visier zu nehmen“, heißt es in der Beschwerdeschrift.

Ende Mai hatte das US-Justizministerium Anklage gegen fünf Mitglieder der Volksbefreiungsarmee China wegen angeblicher Spionage erhoben. Dabei soll es um Angriffe auf fünf US-Firmen und eine Gewerkschaft gehen, wobei vier davon sich wegen chinesischer Handelspraktiken beim US-Handelsministerium beschwert hatten. Die Militärs sollen der Anklageschrift zufolge zwischen Mai und September 2012 tausende Solarworld-Mails mit geheimen Finanz-, Produktions-, Forschungs- und Handelsrichtlinien abgefangen haben. (Sandra Enkhardt)

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