Die Messeplattform für Photovoltaik, Energiespeicher, Elektromobilität und Energiemanagement präsentiert zum Abschluss erneut beeindruckende Zahlen. Wie bei solchen Anlässen üblich, zeigt die Branche sich selbstbewusst und optimistisch – wobei zeitgleich mit der Münchener Veranstaltung nicht nur gute Nachrichten eintrafen.
Da Photovoltaik- und Windkraftanlagen am Sonntag für ein deutliches Überangebot sorgten, fiel der Strompreis auf bis zu -250 Euro pro Megawattstunde. Damit war er für Endkunden nach Zahlung von Steuern und Abgaben erstmals wirklich negativ. Das Laden der Photovoltaik-Speicher oder Elektroautos in diesen Stunden brachte somit zwischen 12 und 15 Uhr Einnahmen für die Kunden mit dynamischem Stromtarif.
Auf der Veranstaltung auf der The Smarter E Europe diskutierten Installateure, Hersteller, Wissenschaftler und Anwender über Photovoltaik-Heimspeicher, Energiemanagement und neue Herausforderungen bei der Umsetzung von Paragraf 14 EnWG und Solarspitzen-Gesetz.
Das Heim-Energiemanagementsystem und die App von Ecoflow werden in der EU eingeführt. Sie verfügen über KI-Funktionen zur Verwaltung dynamischer Tarife und des Wetters für private Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeichern.
Gestell und Module können Heimwerker selbst montieren, so der Anbieter. Eine 5,34-Kilowatt-Anlage mit Glas-Glas-Modulen von Trina Solar ist ab 5.999 Euro erhältlich.
Im März lag der Marktwert Solar noch bei 5,03 Cent, im Februar bei 11,10 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche Strompreis am Spotmarkt betrug im April 7,79 Cent pro Kilowattstunde.
Wärmepumpen hatten in den ersten drei Monaten einen Anteil von 42 Prozent an allen neu verkauften Heizungen. Insgesamt hat die Heizungsbranche im ersten Quartal 32 Prozent weniger Anlagen verkauft als im Vorjahreszeitraum.
Unternehmen und Fachkräfte können auf der Online-Plattform kostenfrei Profile anlegen und Kontakt aufnehmen. Die Zahl der Beschäftigten in der Solarbranche soll bis 2030 um 13.000 steigen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbiert. Gut lief das Geschäft mit Produkten für Großanlagen. Im Segment der kleinen und mittelgroßen Anlagen ging der Umsatz dagegen stark zurück.
Mehr als 2700 Aussteller aus 57 Ländern präsentieren bis Freitag ihre Produkte und Lösungen auf der Messe in München. Das zentrale Thema in diesem Jahr werden die benötigten Flexibilitäten sein. Herbert Diess fokussierte sich in seiner Keynote auf das bidirektionale Laden und betonte die Geschwindigkeit, in der sich die Elektrifizierung weltweit vollzieht.