Wemag entwickelt Angebot für ausgeförderte Photovoltaik-Anlagen mit Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung

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Für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Photovoltaik-Anlagen, deren EEG-Förderung zum 1. Januar 2021 ausläuft, hat der Energieversorger Wemag nun ein eigenes Produkt entwickelt. Mit „Wemag Öko Direkt“ wolle das Unternehmen die Umstellung des Messkonzepts von ausgeförderten Photovoltaik-Anlagen von Netzeinspeisung auf Eigenverbrauch ermöglichen. Hierin sehe der Schweriner Energieversorger das größte Potenzial, da die Betreiber damit Kosten für mit Abgaben und Umlagen beim Netzstrombezug in Höhe von 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde einsparen könnten. Den nicht selbst verbrauchten Solarstrom könnten die Anlagenbetreiber zudem zum Marktwert veräußern.

„Da wir das Produkt in einen vollkommen digitalen Prozess integrieren konnten und sich in Kombination mit der Belieferung des noch benötigten Stroms Synergien ergeben, sind unsere Vermarktungsaufwendungen auf ein Minimum reduziert“, erklärt Wemag-Vertriebsleiter Michael Hillmann. Auf diese Weise könne „Wemag Öko Direkt“ als wirtschaftliches Angebot auch für kleinste Photovoltaik-Anlagen unterbreitet werden. Der Schweriner Energieversorger will sein Produkt als White-Label-Lösung auch anderen Stadtwerken zur Verfügung stellen.

Mit Blick auf die anstehende EEG-Novelle heißt es weiter, es sei wichtig, dass der Gesetzgeber Klarheit bei den technischen Anforderungen zum Messen und Steuern der Anlagen schaffe. Dabei dürfe die Branche jedoch nicht überfordert werden. „Da der Rollout der intelligenten Messsysteme für Erzeugungsanlagen noch nicht absehbar, und für Kleinanlagen mit einer Leistung bis zu 7 Kilowatt auch gar nicht vorgesehen ist, ist eine konkrete Ausnahme von dieser Pflicht notwendig“, erklärte Wemag-Vorstand Caspar Baumgart.

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