IRENA: Erneuerbare machen 72 Prozent aller neuen Stromerzeugungsanlagen weltweit 2019 aus

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Weltweit waren bis Ende 2019 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 586,434 Gigawatt installiert. Dies geht aus dem neuen Bericht „Renewable  Capacity  Statistics“ von IRENA hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr ist der globale Photovoltaik-Markt damit um knapp 100 Gigawatt gewachsen.

Damit war die Photovoltaik auch die am stärksten ausgebaute erneuerbaren Technologie. Für  2019 hat IRENA einen globalen Zubau erneuerbarer Erzeugungsanlagen von 176 Gigawatt ermittelt. Dies sind drei Gigawatt weniger als noch 2018. In fast allen Regionen der Erde machten die neu installierten Erneuerbaren jedoch mindestens 70 Prozent des gesamten Netto-Kapazitätsausbau im Strombereich aus. Nur in Afrika und dem Nahen Osten habe der Anteil mit 52 und 26 Prozent darunter gelegen. Insgesamt machten Photovoltaik und Windkraft rund 90 Prozent des erneuerbaren Zubaus weltweit 2019 aus.

IRENA zufolge stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an den insgesamt installierten Stromerzeugungskapazitäten weltweit binnen Jahresfrist von 33,3 auf 34,7 Prozent. Insgesamt seien weltweit mehr als 2500 Gigawatt installiert, wobei IRENA auch verschiedene Wasserkraftwerke in seiner Statistik berücksichtigt. Bei den nicht-erneuerbaren Technologien habe sich der Trend der Vorjahre fortgesetzt. So sei in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ein Netto-Wachstum zu verzeichnen gewesen. In Europa und Nordamerika habe es hingegen mehr Abschaltungen fossiler Kraftwerke als Neubauten gegeben.

Bezüglich der regionalen Daten zum Photovoltaik-Ausbau zeige sich, dass Asien weiterhin die weltweite Nachfrage dominiert. Mit einem Zubau von 56 Gigawatt fiel er IRENA zufolge jedoch geringer aus als 2018. Deutliche Zuwächse seien dagegen in Ländern wie den USA, Australien, Spanien, der Ukraine und Deutschland zu verzeichnen gewesen.