Karlsruher Forscher Würfel erhält Becquerel-Preis 2018

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In der internationalen Solarbranche weithin anerkannt ist der Beitrag deutscher Wissenschaftler zur Weiterentwicklung der Photovoltaik-Technologie. Seit 1989 ehrt die EU-Kommission herausragende Forscher mit dem Becquerel-Preis. In diesem Jahr wird ihn der Karlsruher Physiker Peter Würfel erhalten, der für seine Beiträge zur Theorie der Photovoltaik gewürdigt wird. Die Auszeichnung wird ihm auf der EU PVSEC in Brüssel am 24. September überreicht.

Der Im Ruhestand befindliche Professor gilt als einer der Pioniere der umfassenden Photovoltaik-Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Er hat während seiner Zeit an der Universität Karlsruhe, aus dem dann das KIT schließlich hervorging, grundlegend zum Verständnis der photovoltaischen Energieumwandlung beigetragen, wie das Institut am Donnerstag veröffentlichte. Diese seien anschaulich in seinem Buch „Physik der Solarzelle“ dargestellt. Würfel habe eine konsequent thermodynamische Perspektive erarbeitet, um die Umwandlung von Strahlungsenergie in elektrische Energie zu erklären, die physikalischen Grenzen des erzielbaren Wirkungsgrads von Solarzellen darzulegen und Konzepte zur Effizienzsteigerung zu bewerten. Er legte damit den Grundstein für neue Technologien wie selektive Kontakte und trug zur Entwicklung neuer Methoden, wie der Lumineszenzanalyse, bei, wie es vom KIT weiter hieß. Bei mehreren Forschungsaufenthalten an der australischen University of New South Wales habe er wichtige Publikationen zur Effizienz neuartiger Solarzellenkonzepte erarbeitet.