Die Elia Group, Muttergesellschaft von 50Hertz, will mit einer neuen Open-Source-Software Netzbetreibern helfen, Netzengpässen effizient und wirtschaftlich zu bewältigen. Das soll unter anderem helfen, Redispatchkosten zu reduzieren. 50Hertz wird das Tool namens ToOp Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und Entwicklern zur freien Nutzung zur Verfügung stellen. Sie sollen es zudem an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen können.
Kern der neuen, mit anderen Open-Source-Instrumenten kombinierbare Lösung ist eine Software, die Lastflüsse im Stromnetz berechnet. Sie wurde speziell für hochleistungsstarke Grafikkarten programmiert. Damit ist ToOp in der Lage, eine Milliarde Lastflüsse pro Sekunde zu berechnen. So kann die Software eine Vielzahl an Lastflussszenarien durchspielen. Auf dieser Basis schlägt ToOp Schalthandlungen vor, mit denen der Stromfluss im Netz besser verteilt werden kann. Die Empfehlungen lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien filtern.
Die Elia Group verfolgt eigenen Angaben zufolge eine unternehmensweite Open-Source-Strategie. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern ein Open-Source-Ökosystem für den Übertragungsnetzbetrieb aufzubauen. Weitere eigene Tools sollen als Open Source veröffentlicht werden. Bei der Entwicklung von ToOp hat die Elia Group unter anderem mit den deutschen Übertragungsnetzbetreibern Tennet Germany und Amprion sowie mit weiteren Netzbetreibern aus anderen europäischen Ländern zusammengearbeitet.
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Chapeau! DAS hat mal Zukunft. Danke Elia.
Die bei 50 Hertz waren der Zeit schon immer etwas voraus.
Siehe hier.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem-6619315.html
Merkwürdig.
Bis vor kurzem war es (angeblich) nicht möglich, Lastflüsse im Stromnetz zu messen …