Eine Analyse der Subventionen für die fossile Brennstoffindustrie zeigt, dass 2015 insgesamt 5,3 Billionen US-Dollar für Kohle, Gas und andere fossile Ressourcen ausgegeben wurden. Dies ist eine Steigerung gegenüber den 4,9 Billionen US-Dollar aus dem Jahr 2013, wie der im Journal „World Development“ veröffentlichte Bericht zeigt. Der prozentuale Anteil am weltweiten Bruttoinlandprodukte lag jeweils bei 6,5 Prozent.
Die Autoren stammen vom Internationalen Währungsfonds (IMF) und sind darauf spezialisiert, die oftmals verborgenen Subventionszahlungen zu quantifizieren. Die Kostenanalyse reicht daher auch weit über das hinaus, was als direkte Subventionszahlungen angesehen werden kann. Die Autoren untersuchten auch die sozialen und ökologischen Kosten, die im Zusammenhang mit den fossilen Brennstoffen entstanden sind.
Die IMF-Autoren erklärten, dass sie „nicht nur die Versorgungskosten, sondern auch (und vor allem) Umweltkosten wie die Trends der globalen Erwärmung oder Todesfälle wegen Luftverschmutzung sowie Steuern auf Konsumgüter im Allgemeinen“ angesehen haben. Diese umfassendere Betrachtung sei gerechtfertigt und genauer, da sie „die Kluft zwischen Verbraucherpreisen und den wirtschaftlich effizienten Preisen reflektiert“.
Die direkten, messbaren Subventionen für fossile Brennstoffe – die in dem Bericht als Vorsteuer zusammengefasst sind – beliefen sich 2013 auf 0,7 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts. Mit der umfassenderen Betrachtung des IMF steigt der Anteil dann aber auf 6,5 Prozent. Die meisten Subventionen fließen der Studie zufolge in Benzin und Kohle. Unter den Nationen ist China führend. Es gab 1,8 Billionen US-Dollar für fossile Subventionen aus, gefolgt von den USA mit 0,6 und Russland mit 0,3 Billionen US-Dollar, wie es in dem Bericht weiter heißt. Nach Aussage der Autoren kommen die EU-Länder auf weniger als die Hälfte des Betrags, die die USA ausgeben.
Eine Schlussfolgerung des Berichts ist, dass mit der Beseitigung all dieser Subventionen die globalen CO2-Emisssionen um 21 Prozent gesenkt werden könnten. Auch die Todesfälle durch Luftverschmutzung wegen der Verbrennung fossiler Rohstoffe ließe sich um 55 Prozent reduzieren. Gleichzeitig könnte die Sozialfürsorge um 2,2 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts gesteigert werden.
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