Trumpf Hüttinger entwickelt bidirektionale Wechselrichter für Redox-Flow-Batterien

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In einem Pionierprojekt will Trumpf Hüttinger nun bidirektionale Wechselrichter für den kommenden Einsatz von Redox-Flow-Batterien entwickeln. Diese Speichertechnologie ist mittlerweile in kleineren Batterien am Markt verfügbar und werde für größere international in Forschungsprojekten erprobt, hieß es von dem Unternehmen. Zugleich gebe es erste Analysen zu einer technisch sinnvollen Standortverteilung von Redox-Flow-Batterien und der damit verbundenen Entlastung der Verteilnetze. Während die Technologie in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt worden sei, konzentrierten sich Forschung und Entwicklung weniger auf der notwendigen Leistungselektronik. Letzterer haben sich nun Trumpf Hüttinger und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) angenommen. Sie entwickelten gemeinsam einen bidirektionalen Wechselrichter, der genau auf die besonderen Anforderungen der Speichertechnik ausgelegt ist, hieß es weiter.

Bisherige Leistungselektronik-Lösungen seien meist für die Photovoltaik-Anlagen ausgelegt. Diese seien aber wegen des eher hohen Energieflusses in einem niedrigen Spannungsbereich der Redox-Flow-Batterien nur eingeschränkt geeignet. Zum Start des Projekts vor zwei Jahren sei daher die Entscheidung getroffen worden, die Wechselrichter für Redox-Flow-Funktionsblöcke auf Stack-Ebene zu konstruieren und zu bauen, die eine schlüsselfertige, aber skalierbare Gesamtanlagen möglich machten, hieß es weiter.

Trumpf Hüttinger will nach eigenen Angaben den Wechselrichter zunächst in drei Modellen mit Leistungen von 6, 20 und 33 Kilowatt anbieten. Er sei für den Anschluss an Niederspannungsnetze von 400 bis 480 Volt vorgesehen mit leichten Toleranzen. Die zulässige Netzfrequenz liege im Bereich von 45 bis 65 Hertz, so dass der Wechselrichter weltweit ohne viel Anpassungsaufwand eingesetzt werden könne, so das Unternehmen. Auf der DC-Seite liege der Spannungsbereich bei 0 bis 70 Volt und einer Stromstärke bis 1350 Ampere. Die kontinuierliche Leistung liege bei 20 Kilowatt und die Überlastkapazität bei 120-150 Prozent.

Die Markteinführung seiner bidirektionalen Wechselrichter plant Trumpf Hüttinger für das Frühjahr 2017. Die Laborphase sei weitgehend abgeschlossen und nun würden die Tests in realen Anlagen gestartet. Trumpf Hüttinger arbeite aber bereits an Vorseriengeräten und Labormustern für interessierte Anwender, hieß es weiter. Der Serienstart mit verfügbaren Geräten für den Markt sei dann für das Frühjahr 2017 vorgesehen. Die Fertigungslinie in dem Freiburger Werk sei dafür schon aufgebaut. (Sandra Enkhardt)

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