Aus Q3 Energieelektronik wird Q3 Energie

Aus Q3 Energieelektronik wird Q3 Energie. Im November vergangenen Jahres musste das Photovoltaik-Unternehmen Insolvenz anmelden, nachdem eine Umstrukturierung der Gesellschaft mit einer einhergehenden Refinanzierung gescheitert war. Der Hersteller von Speichern und Wechselrichtern hoffte auf eine schnelle Lösung. Dennoch eröffnete das Amtsgericht am 1. Januar 2015 schließlich das Insolvenzverfahren. Nun sei es einem der Altgesellschafter und Geschäftsführer der Q3, Thomas Neumann, ist es gelungen zusammen mit einem Fertigungspartner, der Firma Braun Elektronik plus (+) Feinwerktechnik GmbH aus Laupheim gelungen, eine neue Firma zu gründen, die in einem Asset Deal die insolvente Gesellschaft übernehmen wird. Ein entsprechender Kaufvertrag sei bereits unterschrieben. Die Gläubigerversammlung müsse aber noch zustimmen, teilte das Unternehmen nun mit. Wann diese Versammlung sein wird, war zunächst nicht bekannt.

Das neu gegründete Unternehmen wird als Q3 Energie firmieren und seinen Hauptsitz in Laupheim haben. Niederlassungen werde es in Kaufbeuren und Biberach geben. Neumann ist auch Geschäftsführer der neuen Gesellschaft. Im Zuge der Übernahme sollen fast alle Arbeitsplätze erhalten bleiben. Mittelfristig sei sogar für den Entwicklungsbereich die Einstellung neuer Mitarbeiter geplant, hieß es weiter. Die neue Gesellschaft werde auf den vorhandenen Technologien und Produkten aufbauen und wolle vor allem im Entwicklungsbereich weiter investieren. Das Produktspektrum soll aus Wechselrichtern, Batteriespeichern (Q_BEE), Feuerwehrabschaltungen und Anschlusstechnik bestehen. Nahezu alle Produkte der Q3 Energie sollen künftig am Hauptsitz gefertigt werden. Die Produktion der Anschlusstechnik habe bereits begonnen. Wechselrichter sollen spätestens ab Februar wieder lieferbar sein, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Speichersystem Q BEE werde derzeit in die Fertigung bei Braun eingesteuert. Der Lieferbeginn in kleinen Serien sei noch für das erste Quartal geplant. Bis zur Jahresmitte solle die Produktion dann sukzessive gesteigert werden. (Sandra Enkhardt)