Im vergangenen Jahr lieferten die weltweit installierten Photovoltaik-Anlagen 29 Prozent mehr Strom als 2023. Das zeigt eine Analyse von Ember. Zusammen mit der Atomenergie haben die Erneuerbaren einen Anteil von fast 41 Prozent an der globalen Stromerzeugung.
Das von 50 Hertz, Tennet und FfE bereitgestellte digitale Tool liefert Daten zum Anteil von Wind, Photovoltaik und anderen Erzeugungsarten und zur CO2-Intensität der Stromerzeugung. Unternehmen und Verbraucher können damit zum Beispiel Lastprofile auf möglichst geringe Emissionen optimieren oder Emissionsvermeidung, etwa durch Batteriespeicher, dokumentieren.
Der Zuwachs geht auch auf das Konto der Photovoltaik – die Erzeugung hat sich 2023 mehr als verdoppelt. Für private Anlagen bis 35 Kilowatt Leistung entfällt seit Beginn dieses Jahres die Umsatzsteuer.
Das neue Modell soll anhand vieler Live-Daten erkennen, wann der Strom günstig und sauber ist und die Wärmeerzeugung entsprechend optimieren. Hersteller Ökofen hat die selbst entwickelte Regelungstechnik zum Patent angemeldet.
Einer Auswertung von Agora Energiewende zufolge produzierten die Photovoltaik-Anlagen im Juni 9,4 Terawattstunden Strom. Zusammen kamen die Erneuerbaren auf einen Strommix-Anteil von 64 Prozent.
Der Ausbau der Photovoltaik und Windenergie in den 20 wirtschaftsstärksten Staaten der Welt hat den Anteil der Kohle am Strommix um vier Prozentpunkte reduziert. In Australien, Deutschland und China war der Effekt am stärksten. Das zeigen Zahlen von Ember, einem Think Tank für Klimaschutz.
Nach Berechnungen von BDEW und ZSW lieferte die Photovoltaik in den ersten drei Monaten des Jahres fast acht Milliarden Kilowattstunden Strom, zwei Milliarden weniger als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht knapp sechs Prozent des Verbrauchs.
Einer Studie des britischen Think Tank Ember zufolge stiegen die Gesamtemissionen des weltweiten Stromsektors 2022 aber an. Der Grund: der gewachsene Energiebedarf. Der Anteil der Solar- und Windenergie an der globalen Stromerzeugung nahm von zehn auf zwölf Prozent zu.
Der Anteil von Photovoltaik und Windenergie an der europäischen Stromerzeugung stieg im letzten Jahr auf 22 Prozent. Dank der Erneuerbaren hat Europa die Energiekrise bislang gut überstanden, so der britische Think Tank Ember.
Mit 11.829 Petajoule beziehungsweise 403,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten ging in Deutschland der Energieverbrauch um 4,7 Prozent zurück. Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Primärenergieverbrauch erreichte 2022 17,2 Prozent. Die Photovoltaik legte 21 Prozent zu. Das hat die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen berechnet.