Photovoltaik und Windenergie lieferten 2022 europaweit mehr Strom als Gaskraftwerke

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Im vergangenen Jahr lieferte die Photovoltaik in Europa 24 Prozent mehr Strom als 2021 – und half so, insgesamt zehn Milliarden Euro an Erdas-Kosten zu vermeiden. Das geht auf einer neuen Analyse des britischen Think Tanks Ember hervor. Zwanzig EU-Staaten haben 2022 beim Solarertrag neue Rekorde aufgestellt.

Zusammen mit der Windenergie hatte die Photovoltaik im letzten Jahr einen Anteil von 22 Prozent an der gesamten europäischen Stromerzeugung. Damit haben sie die Gaskraftwerke überholt, die auf 20 Prozent kommen. Deren Anteil an der Erzeugung ist 2022 um fast einen Prozentpunkt gestiegen. In den nächsten Jahren wird die Erzeugung aus Gaskraftwerken aber stark sinken, erwartet Ember.

Mit Abstand den meisten Strom lieferten Atom- und Wasserkraftwerke, die Ember in einer Kategorie zusammenfasst – deren Anteil lag 2022 bei 32 Prozent, sieben Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Die Bedeutung von Atom- und Wasserkraftwerken ist in den letzten 20 Jahren stetig gefallen – ihr Anteil lag 2001 noch bei fast 48 Prozent.

Das Minus bei Atom- und Wasserkraft wurde zum einen durch Solar- und Windenergie, zum anderen durch Kohlekraftwerke kompensiert. Deren Erzeugung stieg um sieben Prozent. Ihr Anteil an der gesamten Stromerzeugung kletterte im Jahresvergleich von 14,5 auf 16 Prozent. Wegen des höheren Kohleanteils im Strommix nahmen die CO2-Emissionen aus dem europäischen Stromsektor trotz der positiven Entwicklung bei Photovoltaik und Windenergie um vier Prozent zu.

Erzeugung aus Kohle und Gas wird 2023 stark sinken

Der Stromverbrauch sank im vierten Quartal 2022 um knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – eine ähnliche Größenordnung wie im zweiten Quartal 2022, als der Corona-Lockdown den Verbrauch einbrechen ließ.

Ember geht davon aus, dass die Stromerzeugung aus fossilen Energien 2023 um 20 Prozent zurückgehen wird. Das betrifft Kohlekraftwerke in Maßen, Gaskraftwerke dagegen stark. Der Beitrag der Erneuerbaren werde noch einmal stärker wachsen als 2022. Dazu kommt eine leicht höhere Produktion in Atom- und Wasserkraftwerken sowie ein weiter sinkender Bedarf.

„Die europäische Energiewende geht gestärkt aus dieser Krise hervor“, ist Dave Jones, Head of Data Insights bei Ember, überzeugt. Die europäischen Länder seien nicht nur nach wie vor entschlossen, aus der Kohle auszusteigen, sondern strebten jetzt auch den Ausstieg aus dem Gas an. „Die Energiekrise hat die europäische Energiewende zweifelsohne beschleunigt“, betont er. Europa sei auf dem Weg zu einer sauberen, elektrifizierten Wirtschaft – und das werde 2023 in vollem Umfang zu sehen sein.

 

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