Umsatz, Absatz und Gewinn des Wechselrichter-Herstellers sind in den ersten neun Monaten 2022 hinter den Vorjahreszahlen zurückgeblieben. An der kürzlich angehobenen Prognose für das Gesamtjahr hält das Unternehmen jedoch angesichts der aktuellen Geschäftsentwicklung fest.
Das EBITDA soll in diesem Jahr doch höher ausfallen als bislang angenommen und auch ein EBIT-Verlust wird nun für das laufende Geschäftsjahr ausgeschlossen. Auch beim Umsatz erwartet das Photovoltaik-Unternehmen ein Ergebnis am oberen Rand der Prognose.
SMA wird 20 schlüsselfertige Systemlösungen mit Batterie-Wechselrichtern und passender Mittelspannungstechnik liefern. Die netzbildenden Eigenschaften sollen dazu beitragen, dass Stromausfälle überbrückt werden können.
Gerade im Segment der privaten Photovoltaik-Dachanlagen konnte der Wechselrichter-Hersteller aufgrund von Materialknappheit die Nachfrage nicht adäquat bedienen. Die Halbjahreszahlen fielen daher deutlich schlechter aus als noch 2021. Nun will SMA Maßnahmen ergreifen, um seine „Lieferfähigkeit nachhaltig zu verbessern“.
Der US-Hersteller von Leistungsoptimierern sieht sein geistiges Eigentum für seine Schnellabschalttechnologie verletzt. SMA will den laufenden Rechtsstreit nicht kommentieren, verweist aber auf ein eingeleitetes Verfahren beim US-Patentamt, in dem die Patentierbarkeit der Technologie aktuell geprüft wird.
Mit neun Millionen Euro förderte das Bundeswirtschaftsministerium die Forschungsarbeiten, an denen unter anderem das Fraunhofer IEE, die TU Braunschweig, die Universität Kassel und SMA beteiligt waren. Die Ergebnisse zeigen, dass selbst bei hoher Einspeisung von Ökostrom die Wechselrichter mit netzbildenden Eigenschaften zur Spannungs- und Frequenzregulierung für einen stabilen Netzbetrieb sorgen.
Den Analysten zufolge ist das chinesische Unternehmen Huawei 2021 das siebte Jahr in Folge der weltweit größte Anbieter von Photovoltaik-Wechselrichtern, gefolgt von Sungrow. Growatt nahm den bisher von SMA belegten dritten Platz der Top Ten ein.
Ab nächstem Jahr wird sich die Versorgungslage bei den Chips für die An- und Einbindung der Photovoltaik-Anlagen verbessern, doch die Mangelsituation generell wird noch drei bis fünf Jahre anhalten. Im Interview mit pv magazine erläutert SMA-Vorstandssprecher Jürgen Reinert Umsatzzahlen, strategische Aufstellung und warum er einen Vorteil für „Made in Europe“ und sein Unternehmen sieht.
Interview: Die im Jahresverlauf 2021 zunehmend angespannte Liefersituation bei elektronischen Chips hat sich auf die Geschäftszahlen niedergeschlagen. SMA hat die Beschaffung von Microchips nochmal intensiviert, doch kurzfristig scheint keine Entspannung in Sicht, wie Boris Wolff, Executive Vice President Sales & Service, erklärt.
Der Umsatz und Absatz des Herstellers von Photovoltaik-Wechselrichtern gingen im vergangenen Jahr leicht zurück. Der Grund dafür waren die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie, die wohl auch in diesem Jahr weiter zu spüren sein werden. Dabei steht vor allem die Versorgung mit elektronischen Bauteilen im Fokus.