Vor allem das Geschäft in Asien lief gut für den Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern. Der SMA-Vorstand präzisierte die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Wegen Lieferengpässen bei Bauteilen wird der Umsatz eher am unteren Ende der Erwartungen liegen.
Der deutsche Konzern plant, ein eigenes Wechselrichter-Portfolio und darauf aufbauend integrierte Mittelspannungs-Systeme anzubieten. Zudem erhielt Siemens neue Aufträge für die elektrotechnische Installation und Netzanbindung für zwei Photovoltaik-Kraftwerke in Pakistan und Brasilien.
Bei der Überwachung von Photovoltaik-Anlagen mischt der deutsche Hersteller weltweit ganz vorn mit. Nach einer jüngsten Analyse von GTM Research und Solichamba steht SMA nun auch bei den Anlagen zwischen einem und fünf Megawatt ganz oben.
Das Unternehmen übernimmt die Betriebsführung und Wartung von zwei Kraftwerken mit 180 Megawatt Gesamtleistung in Chile. In den Photovoltaik-Anlagen, die SMA in der Region betreut, sind sowohl eigene Lösungen als auch Wechselrichter anderer Hersteller verbaut.
Der Wechselrichterhersteller wehrt sich gegen Vorwürfe eines niederländischen IT-Sicherheitsexperten, demzufolge Geräte von SMA gravierende Sicherheitslücken aufweisen sollen. Auch dass Hacker diese Lücken nutzen könnten, um große Teile des europäischen Stromnetzes lahmzulegen, hält SMA für unwahrscheinlich.
Der deutsche Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern und Speicheranwendungen kann den Absatz im ersten Halbjahr stabil halten. Der Umsatz und die Ergebnisse blieben aber deutlich unter Vorjahresniveau. Die Anfang August erhöhte Umsatz- und Ergebnisprognose für 2017 bestätigte SMA dennoch.
Eine Reihe von Herstellern hat sich im März dazu verpflichtet, ihre Batteriespeicher gemäß dem Effizienzleitfaden zu spezifizieren, um die Transparenz für Verbraucher zu erhöhen. Als erster Hersteller erfüllt nun SMA diese Selbstverpflichtung. Ein weiterer Schritt macht die ökonomischen Auswirkungen deutlich.
Der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller erwartet im Zuge der Digitalisierung der Energieversorgung neue Geschäftsmodelle für die Branche. Die Politik muss allerdings die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Die Grünen wollen das EEG nach der Bundestagswahl stärker auf diesen Aspekt ausrichten.
Eine Partnerschaft bei der Direktvermarktung von Photovoltaik-Strom haben SMA Solar und der Mannheimer Energieversorger MVV vereinbart. Ziel ist eine Lösung, um künftig Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt direkt in den Energiehandel integrieren zu können.
Das schwierige Marktumfeld belastet Umsatz und Gewinn von SMA. Der Wechselrichter-Produzent schreibt jedoch im ersten Quartal 2017 weiter schwarze Zahlen.