SMA und MVV wollen Direktvermarktung pushen

SMA Solar und das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie haben eine strategische Partnerschaft im Bereich der Direktvermarktung von Photovoltaik-Strom vereinbart. Das teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit. Ziel ist der gemeinsamen Erklärung zufolge die Entwicklung einer Lösung, die es Installateuren und Betreibern von Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt ermöglicht, diese bereits bei der Inbetriebnahme einfach und kostengünstig direkt in den Energiehandel zu integrieren. Dabei soll den Unternehmen zufolge künftig auf die bisher notwendige zusätzliche Technik und die Prozesse zur Abwicklung, die für die Anlagenbetreiber mit erheblichen Investitionskosten verbunden sind, verzichtet werden können.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht für Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung ab 100 Kilowatt die Direktvermarktung des erzeugten Photovoltaik-Stroms vor. Die bisher am Markt verfügbaren Lösungen sind SMA und MVV zufolge häufig teuer und kompliziert. Das neue gemeinsame Leistungsangebot hingegen sei wirtschaftlich attraktiv, weil damit keine weiteren Zusatzgeräte für die Fernsteuerung der Photovoltaik-Anlagen erforderlich seien: Diese Kommunikationstechnik sei bereits in den Lösungen von SMA für gewerbliche Photovoltaik-Anlagen enthalten. Durch abgestimmte Schnittstellen und Prozesse will MVV die komplette Abwicklung zur Einbindung in den Strommarkt übernehmen und damit die Komplexität deutlich verringern. Die gemeinsame Lösung soll ab Anfang des kommenden Jahres in den Markt eingeführt werden.