Preisverfall drückt Ergebnisse von SMA

Im ersten Halbjahr 2017 hat die SMA Solar Technology AG insgesamt Photovoltaik-Wechselrichter mit 3,8 Gigawatt verkauft. Damit erreichte sie fast das Vorjahresniveau von 3,9 Gigawatt. Der Umsatz ist „aufgrund des allgemeinen Preisverfalls in allen Segmenten und Regionen“ um etwas mehr als 100 auf 381,1 Millionen Euro gesunken, wie das hessische Photovoltaik-Unternehmen das Donnerstag mitteilte. Das operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 71,2 auf 29,0 Millionen Euro gesunken. Das Konzernergebnis sank in ähnlichen Relationen. Es fiel um 55 Prozent niedriger aus und lag bei 8,8 Millionen Euro, wie aus den veröffentlichten Zahlen hervorgeht.

„Nach einem verhaltenen Jahresstart konnte SMA im zweiten Quartal 2017 den Umsatz gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres um 20 Prozent steigern. Insbesondere in der Region Asien-Pazifik (APAC) haben wir in allen Kernsegmenten einen erfreulichen Zuwachs verzeichnet“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. In den ersten sechs Monaten habe das Unternehmen zudem eine ausgewogene Umsatzverteilung – bezogen auf die Segmente und Regionen – erreicht. Einen deutlichen Zuwachs habe es in den asiatischen Photovoltaik-Märkten gegeben. Auch die Entwicklung bei den Systemlösungen für gewerbliche Photovoltaik-Anlagen und Speicheranwendungen sei erfreulich gewesen, hieß es bei SMA weiter.

Für den weiteren Jahresverlauf ist das Unternehmen optimistisch. „Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir vor dem Hintergrund des starken Auftragseingangs in allen Märkten eine weitere deutliche Belebung des Geschäfts“, so Urbon. „Mittelfristig rechnen wir mit einem exponentiellen Wachstum im Segment der Speicheranwendungen.“ SMA verfüge über einen hohen Auftragsbestand von 673 Millionen Euro, davon 280 Millionen Euro aus dem Produktgeschäft. Der Vorstand bestätigte daher die erst zum Monatsanfang erhöhte Umsatz- und Ergebnisprognose. Der Umsatz werde für das laufende Jahr zwischen 900 und 950 Millionen Euro erwartet. Das EBITDA soll dabei zwischen 85 und 100 Millionen Euro liegen.

Im ersten Halbjahr habe SMA zudem seine Liquiditätsreserve weiter ausbauen können. Die Nettoliquidität habe sich auf 401,6 Millionen Euro erhöht. Bis zum Jahresende solle sie auf 450 Millionen Euro steigen. Die Eigenkapitalquote im ersten Halbjahr lag SMA zufolge bei 49,7 Prozent.