Der Allgäuer Anbieter von Photovoltaik-Heimspeichern startet eine neue Kooperation mit Die Energie Fabrik (DEF). Beide Unternehmen arbeiteten bereits bis 2016 zusammen.
Zudem erweitert der Leipziger Hersteller von Photovoltaik-Speichersystemen seine Geschäftsführung. Dabei spielen die jüngsten Übernahmen eine nicht unwichtige Rolle.
Interview: Mit einem besseren Aussteuern der Batteriezellen durch ein neues Kapazitäts-Management-System und einer Sicherheitsreserve in den Modulen will das Leipziger Unternehmen künftig für zehn Jahre die volle Kapazität garantieren. Ab dem Sommer will Senec die neuen Photovoltaik-Heimspeicher ausliefern, wie Sprecher Stefan Dietrich im Gespräch erklärt.
Interview: Wie es mit Senec weitergeht und warum die Kopplung von Stromdienstleistungen und Batteriespeicher sinnvoll sind, erklärt Timo Sillober im Interview mit pv magazine. Er ist Vice President für Sales, Product Management & Digital bei EnBW und seit der Übernahme des Leipziger Unternehmens einer der drei derzeitigen Geschäftsführer des Batteriespeicherherstellers. EnBW steht auch zur Verantwortung, dass Qualitätsprobleme aus der Vergangenheit gut geregelt werden.
Nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern ist die Nachfrage nach Speichern für Photovoltaik-Anlagen deutlich angezogen. EuPD Research schätzt, dass 2017 etwa 50.000 Systeme neu installiert wurden. Die drei größten Anbieter lieferten gut die Hälfte der Photovoltaik-Heimspeicher.
Im vergangenen Jahr ist der deutsche Heimspeichermarkt um knapp die Hälfte auf 37.000 Installationen gestiegen, so die Analyse von EuPD Research. Die größten Anbieter auf dem zunehmend umkämpften Markt sind Sonnen und LG Chem. Im Gegensatz zum Unternehmen aus dem bayerischen Wildpoldsried konnten die Südkoreaner jedoch ihren Marktanteil im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 vergrößern.
Der Energieversorger aus Baden-Württemberg übernimmt 100 Prozent der Anteile des Photovoltaik-Speicherherstellers aus Leipzig. Die Details zur künftigen gemeinsame Strategie werden erst ausgearbeitet, wenn die Behörden der Übernahme zugestimmt haben.
Im vergangenen Jahr gründete der Leipziger Photovoltaik-Speicheranbieter eine eigene Tochtergesellschaft in dem südeuropäischen Land. Die Partnerschaft mit dem Großhändler soll Senecs Marktposition stärken.
Aufgrund der wachsenden Speicher-Nachfrage müssen Kunden und Installateure laut Senec häufig lange auf die bestellten Systeme warten. Daher garantiert der Leipziger Anbieter von Photovoltaik-Heimspeichern Installateuren eine Lieferung innerhalb von drei Tagen.
Knapp zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Photovoltaik-Heimspeicher kommen von diesen vier Anbietern. Im ersten Halbjahr sind nach Analyse von EuPD Research etwa 16.800 Photovoltaik-Speichersysteme hierzulande verkauft worden. Sinkende Preise und ein anziehender Photovoltaik-Dachanlagenmarkt lassen die Nachfrage steigen.