Das Forschungsteam nutzt wärmeschrumpfende Polymere, um organische Solarzellen auf gekrümmten Flächen anbringen zu können. Das Verfahren verbessert demnach den Wirkungsgrad und minimiert gleichzeitig das Risiko von Beschädigungen.
Das Photovoltaik-Modul besteht aus neun organischen Solarzellen. Für diese 1,1 Quadratzentimeter große Zelle hatten die Forscher im September 2020 ebenfalls einen Rekord gemeldet: einen Wirkungsgrad von 14,9 Prozent.
Unter Schwachlicht-Bedingungen hat Armor Solar Power Films für seine OPV-Zelle einen Wirkungsgrad von 26 Prozent erreicht. Dieses Ergebnis sei für einen Einsatz der Technologie im Internet der Dinge von großer Bedeutung.
Die Fraunhofer-Forscher erreichen bei einer organischen Solarzelle mit 1,1 Quadratzentimetern Fläche einen Wirkungsgrad von 14,9 Prozent. Das Fraunhofer ISE arbeitet hier mit dem Materialforschungszentrum FMF der Universität Freiburg zusammen.
Die Messungen zeigen, dass die Erwartungen der Forscher an die Leistung der Zellen erfüllt werden. Auch bei schwachen Lichtverhältnissen lieferten sie Strom. Daher könnten sie auch für Missionen ins äußere Sonnensystem eingesetzt werden.
Pilotprojekte hat der Dresdner Hersteller von Photovoltaik-Folien schon mehrfach realisiert. Jetzt nimmt Heliatek die Massenproduktion auf.
Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen zum Weltmarktführer für flexible, organische Photovoltaik werden. Bis Juli sollen die Details ausgehandelt werden.
Es soll sich um die weltweite erste „In-Putz“-Anlage auf Basis organischer Photovoltaik handeln. Die Anlage ist im Zuge einer Sanierung eines Wohnhauses installiert worden und trägt dazu bei, dass es ein Plusenergiegebäude ist.