Die Europäische Kommission prüft derzeit Italiens neue Vorschriften für die Agri-Photovoltaik. Darin wird festgelegt, welche „innovativen Agrar-Photovoltaik-Systeme“ Anspruch auf einen Zuschuss aus dem 1,1 Milliarden Euro schweren Förderprogramm der italienischen Regierung haben.
Der italienische Photovoltaik-Hersteller hat ein Grundstück für seine neue 2-Gigawatt-Modulfabrik in einem Industriegebiet in der Nähe von Padua erworben. Als erste Investition veranschlagt Futurasun 25 Millionen Euro.
Der italienische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Roberto Cingolani, geht davon aus, dass in diesem Jahr in Italien Erneuerbaren-Anlagen mit rund 5,1 Gigawatt Leistung ans Netz angeschlossen werden. Dieses beeindruckende Wachstum dürfte durch günstigere Genehmigungsverfahren ausgelöst werden. Davon profitiert auch KGAL und plant 3 Photovoltaik-Kraftwerke mit rund 380 Megawatt bis 2024 zu realisieren.
Der schwedische Photovoltaik-Hersteller erhält dafür Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen von etwa 38 Millionen vom italienischen Staat. Die geplante Kapazität der Produktion, die im Sommer 2022 starten soll, liegt bei zunächst 50 Megawatt.
Das niedrigste Gebot kam mit 6,18 Cent pro Kilowattstunde für einen 23-Megawatt-Windpark. Das niedrigste Gebot für die Photovoltaik lag bei 6,39 Cent pro Kilowattstunde. Alle Gebote lagen knapp unter dem Höchstpreis von 7 Cent.
Ab Ende des Jahres sollen die drei Photovoltaik-Kraftwerke als Landwirtschaftsprojekte in der italienischen Region Apulien entstehen. Die Tochtergesellschaft des Energiekonzerns ist als EPC und O&M-Dienstleister für die Photovoltaik-Projekte zuständig.
Die italienischen Behörden haben drei Photovoltaik-Projekte in einer weiteren Ausschreibung für erneuerbare Energien bezuschlagt, deren Volumen nicht voll ausgeschöpft wurde. Das niedrigste Gebot bei der Ausschreibung lag bei 6,819 Cent pro Kilowattstunde für ein 10-Megawatt-Solarpark. Alle Gebote lagen leicht unter dem Höchstpreis von 7,00 Cent pro Kilowattstunde. Der größte Teil der zugewiesenen Kapazität ging an Windkraftanlagen.
Energiegemeinschaften in Italien erhalten einen Sondertarif für den gesamten gemeinsam genutzten Strom aus erneuerbaren Energiesystemen, die nicht größer als 200 Kilowatt Leistung sind. Überschüssiger Strom kann in das Netz eingespeist werden, jedoch ohne Vergütung, was die Mitglieder dieser Gemeinschaften dazu veranlassen kann, auf Speicher zurückzugreifen.
Das deutsch-österreichische Joint Venture hat eine Projektrechte-Pipeline mit einem Volumen von einem Gigawatt entwickelt. Zudem haben die Unternehmen mit Hanwha Energy Corporation Europe einen Rahmenvertrag über die Entwicklung eines Photovoltaik-Portfolios von 200 Megawatt geschlossen.
Ein Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof hat erklärt: Die Entscheidung Italiens, die Bedingungen der über zwanzig Jahre laufenden Verträge im Jahr 2014 zu ändern, steht im Einklang mit europäischem Recht.