Das Marktstammdatenregister ist nun zwei Jahre online. Bereits rund 175.000 Speichersysteme wurden seither registriert und die Zahlen steigen stetig. Das ISEA der RWTH Aachen liefert von nun an regelmäßige Quartalsauswertungen der Daten für die Öffentlichkeit. Jan Figgener berichtet stellvertretend für das Speichermonitoring-Team.
Die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich haben die Daten ausgewertet. Sie zeigen, dass die Nachfrage nach Photovoltaik-Speichern 2019 weiter gewachsen ist und die positive Marktentwicklung auch 2020 anhält.
Nach der erstmals vorgelegten Analyse von Solarpower Europe sind bislang nur sieben Prozent der privaten Photovoltaik-Anlagen mit einem Heimspeicher ergänzt. Die fünf größten Märkte – Deutschland, Italien, Großbritannien, Österreich und die Schweiz – in Europa haben einen Anteil von mehr als 90 Prozent der installierten Speicherkapazität.
Ein Projekt der Hochschule Emden/Leer, des Forschungszentrums Jülich, des BVES, Denersol und des VDI will eine Richtlinienlücke bei der Planung und Optimierung dezentraler Stromspeicher schließen und ein Auslegungstool erstellen. Das Projekt läuft bis Mitte 2022.
In Lübben entstehen gerade zwei Mehrfamilienhäuser, die mit Photovoltaik und Speicher, Infrarotheizungen und Ladestationen einen hohen Autarkiegrad bei Strom, Wärme und Mobilität erreichen sollen. Die Mieter sollen eine Pauschalmiete mit einer Flatrate für Strom und Wärme zahlen.
Gut 10.000 Anträge hat der Freistaat bereits bewilligt. Das bayerische Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher läuft seit August 2019.
Allein der Wachstumsfonds Bayern beteiligte sich in der Serie-B-Finanzierungsrunde mit einem Volumen von gut sechs Millionen Euro an dem Münchner Hersteller von Vanadium-Redox-Flow-Heimspeichern. Voltstorage will sein Wachstum mit dem frischen Kapital beschleunigen und in zwei Jahren zum führenden Anbieter lithium-freier Speichersysteme werden.
In den Messehallen der ees Europe hätte es in diesem Jahr viel Neues zu sehen gegeben. Leider muss die Veranstaltung in München wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Dennoch haben wir unsere Marktübersicht aktualisiert. Mittlerweile sind dort 410 Einträge für Photovoltaik-Heimspeicher von 51 Anbietern verzeichnet.
Die Corona-Krise hält zumindest bislang den Zubau von Photovoltaik-Anlagen und Speichern nicht auf. In nur zwei Jahren hat sich die Zahl der installierten Heimspeicher nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) verdoppelt.
Die italienische Regierung hat die Steuervergünstigungen für Gebäudesanierungen und Projekte zur energetischen Aufwertung – möglicherweise einschließlich Photovoltaik-Dachanlagen mit Speichern – auf 110 Prozent angehoben. Die neue Maßnahme ist Teil des Decreto Rilancio, eines Richtlinienpakets zur Wiederbelebung der italienischen Wirtschaft als Reaktion auf die Covid-19-Krise.