Mit dem Zubau im August sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres netto insgesamt 8,99 Gigawatt an Photovoltaik-Leistung installiert worden. Damit ist das Zubau-Ziel der Bundesregierung für 2023 bereits so gut wie erreicht.
Einige Hersteller von Wechselrichtern für Balkon-Photovoltaik-Anlagen mussten sich seit Juli den Vorwürfen stellen, ein mechanisches Schutzrelais in ihren Produkten nicht verbaut zu haben. Das Relais ist Voraussetzung für eine Betriebserlaubnis. Seit August ist die Lösung als Vorschlag bekannt. Jetzt stimmt auch die Bundesnetzagentur der Lösung zu.
Künftig müssen Betreiber für Solarsysteme bis 500 Kilowatt Gesamtleistung bei maximal 270 Kilowatt Einspeiseleistung vor dem Anschluss an alle Spannungsebenen keine Anlagenzertifikate mehr vorlegen – es reicht ein Nachweis über Einheiten- und Komponentenzertifikate der Hersteller. Dafür wird ein digitales Register geschaffen.
Die Ausschreibung hatte ein Volumen von 542 Megawatt und war deutlich unterzeichnet. Die Gebote lagen zwischen 45.000 und 85.200 Euro pro Megawatt; alle Gebote erhielten einen Zuschlag. Laut Bundesnetzagentur wurde mit der letzten Ausschreibung ein wichtiger Meilenstein beim Kohleausstieg erreicht.
Die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen ist unverändert hoch. Mehr als 250 Megawatt des Zubaus stammten im Juli aus Photovoltaik-Anlagen außerhalb der EEG-Förderung.
Nach der aktualisierten Statistik der Bundesnetzagentur sind in Deutschland im ersten Halbjahr Photovoltaik-Anlagen mit einer Nettoleistung von 6262 Megawatt zugebaut worden. Seit März liegt der monatliche Zubau konstant über einem Gigawatt.
Ein fehlendes Relais bei einigen Deye-Wechselrichtern für Balkon-Photovoltaik-Module sorgte in jüngster Vergangenheit für Aufsehen. Eine schnelle Lösung schlug der Hersteller bereits vor. Ob die auch bald in den Einsatz kommen darf, bleibt fraglich. Ein großes Ärgernis für Händler. Für Endkunden geht zunächst keine große Gefahr aus.
Die Fernleitungsnetzbetreiber haben einen ersten Planungsstand für ein Wasserstoffkernnetz der Bundesnetzagentur und dem Bundeswirtschaftsministerium übergeben. Verteilnetzbetreiber können sich jetzt einschalten und Stellungnahmen dazu abgeben. Im Herbst soll der Plan für das Rückgrat des Wasserstoffnetzes finalisiert sein.
Die Bundesnetzagentur erhielt für ein Ausschreibungsvolumen von 191 Megawatt Gebote in Höhe von insgesamt 342 Megawatt. Der mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 10,18 Cent pro Kilowattstunde. Ende 2022 hatte die Bundesnetzagentur den Höchstwert für dieses Segment heraufgesetzt.
Mit der Erlaubnis, Photovoltaik-Kraftwerke auch auf wiedervernässten Moorböden zu errichten, soll ein zusätzliches Flächenpotenzial eröffnet werden. Die Behörde hat nun die finale Festlegung veröffentlicht, wann dies zulässig ist und wie die Errichtung zu erfolgen hat.