Die EU-Kommission und China ringen weiter um einen Kompromiss im laufenden Handelsstreit wegen der Einfuhr billiger chinesischer Photovoltaik-Produkte. Es zeichnet sich ein Mindestimportpreis für chinesische Solarmodule in die EU in Höhe von 55 Eurocent pro Watt ab. Insider rechnen noch in dieser Woche mit einer Verhandlungslösung.
Angesichts der laufenden Ermittlungen der EU zu Anti-Dumpingvorwürfen gegen chinesische Photovoltaik-Hersteller und den bereits verhängten vorläufigen Zöllen erholen sich die Preise für Solarmodule. Nach 48 Monaten Preisverfall scheint es nun wieder in die andere Richtung zu gehen. Die Preise für kristalline Solarmodule aus China stiegen in Europa im Juni um vier Prozent. IHS rechnet mit einer weiteren Erhöhung in den kommenden Monaten.
Noch hat sich kein Käufer für die Photovoltaik-Geschäftsbereiche gefunden. Mittlerweile ist die Suche auch auf branchenfremde Unternehmen ausgeweitet worden. Zudem prüft die Geschäftsführung von Bosch, ob andere Produkte an den betroffenen Standorten produziert werden könnten.
Der Konzern wird zum Jahresende aus dem kristallinen Photovoltaik-Geschäft aussteigen. Investoren, die Bosch Solar übernehmen könnten sind noch nicht gefunden. Der Betriebsrat hat sich nun in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin gewandt. Die Mitarbeiter von Bosch Solar fühlen sich von Angela Merkel im Stich gelassen.
Zunächst gibt es einen Probebetrieb, ab September sollen die ersten Module ausgeliefert werden. Sie sind vor allem für den Export auf andere europäische Märkte bestimmt, da aufgrund eines politischen Hick-Hacks um die Solarstromeinspeisung ist der bulgarische Photovoltaik-Markt momentan faktisch zusammengebrochen ist.
Für die Direktvermarktung von Solarstrom gibt es seit geraumer Zeit eine Prämie. Nun hat die Politik eine Zwischenbilanz vorgelegt, die zeigt, dass bereits fast die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien in der Direktvermarktung befindet. Nur gut sechs Monate nach Inkrafttreten der Managementprämien-Verordnung zeigten sich damit deutliche Erfolge.
Nach einer Umfrage des Bundesverbands Solarwirtschaft setzen immer mehr Privathaushalte und Unternehmen darauf, den erzeugten Solarstrom selbst zu verbrauchen. Auch die Nachfrage nach Speichern für Photovoltaik-Anlagen ist demnach weiter steigend.
Der Schuldenberg des teilweise insolventen Photovoltaik-Herstellers aus China ist immens. Die europäische Tochter von Suntech verfügt derzeit noch über ein Schuldenmoratorium. Die Ansprüche der Gläubiger gegen Suntech sollen sich insgesamt auf knapp eine Milliarde US-Dollar summieren, wie aus einer aktuellen Veröffentlichung hervorgeht.
Direkt nach der Bundestagswahl sollte die Photovoltaik-Einspeisevergütung abgeschafft werden. Diese Forderung stellte DIHK-Präsident Eric Schweitzer in einem Zeitungsinterview auf. Aus seiner Sicht ist das EEG Planwirtschaft.
„Ich will doch gar nicht bremsen bei der Energiewende“, sagt Peter Altmaier im Interview mit Klimaretter.info. Aber faktisch tut er es. Und er tut noch viel mehr. Zunächst 2012 die brutale Kürzung der solaren Einspeisevergütung gegen alle Zusagen an die Branche. Eine moderate Kürzung von fünf Prozent pro Jahr war vereinbart. Dann die unsägliche Diskussion […]