Nach einer TNS Emnid-Umfrage sind 80 Prozent aller Deutschen gegen die Abschaffung des EEG. Der Stromanbieter Greenpeace Energy gab die Befragung in Auftrag und startet nun die Aktion „Rettet das EEG“.
Die drastische Erhöhung der EEG-Umlage für 2013 hat die Diskussionen über eine Reform der Förderung erneuerbare Energien erneut angeheizt. Aus Sicht des Bundesumweltministers ist eine gute Vorbereitung der Novelle erforderlich.
Die Bundeskanzlerin hat sich für eine Überprüfung der Sonderregelungen für die energieintensiven Industriebetriebe bei der EEG-Umlage ausgesprochen. Die Entlastung sollte auf Unternehmen beschränkt werden, die im internationalen Wettbewerb stehen.
Der Bundesumweltminister plädiert dafür, dass die Erhöhung nicht direkt an die privaten Stromverbraucher weitergegeben wird. Dafür will er Gespräche mit den Energiekonzernen führen.
Aktuelle Zahlen der GSE: Die maximale Fördersumme für Photovoltaik in Italien könnte bereits Anfang 2013 erreicht sein.
Aus Sicht der BEE ist nicht einmal die Hälfte der EEG-Umlage 2013 auf den Ausbau von Photovoltaik-, Wind- und Biomasse-Anlagen zurückzuführen. Nicht die Energiewende treibt somit den Strompreis für die privaten Kunden, sondern die Ausnahmeregelungen für die Industrie und die Vernachlässigung der kostensenkenden Effekte der Erneuerbaren.
Die Diskussionen liefen schon im Vorfeld. Mit der Bekanntgabe der EEG-Umlage für 2013 haben die Übertragungsnetzbetreiber nun für weiteren Streit gesorgt. Die Regierung sieht die Schuld beim starken Zubau der Erneuerbaren, die Opposition bei den Ausnahmeregeln für die energieintensiven Unternehmen.
Der insolvente US-Photovoltaik-Hersteller hat eine Klage gegen Suntech, Trina und Yingli eingereicht. Sie sollen ein „illegales Kartell“ gebildet und Milliardenverluste bei Solyndra verursacht haben.
Die Katze ist aus dem Sack: Die Übertragungsnetzbetreiber haben die EEG-Umlage für 2013 verkündet. Wie schon zuvor erwartet, wird sie deutlich steigen.
In den Plänen des Bundesumweltministers sehen die Grünen eher die Verkündung eines Moratoriums für Photovoltaik, Wind und Biomasse. Sie fordern auch eine neue Berechnungsgrundlage für die EEG-Umlage.