Einzig im Stromsektor scheint Deutschland auf einem guten Weg, seine Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien und Effizienz zu erreichen. Dies zeigt eine neue Kurzanalyse des FÖS im Auftrag der Grünen.
Das Ministerium für Energie und Klimawandel will künftig Photovoltaik-Einspeisetarife vierteljährlich kürzen. Der britische Solarverband STA nennt den nun veröffentlichten Bericht „alarmierend“.
Das bayerische Photovoltaik-Systemhaus ist mit dem ersten Halbjahr zufrieden. IBC Solar hat Photovoltaik-Großprojekte mit rund 50 Gigawatt realisieren können. Das Unternehmen fordert aber auch eine deutliche Ausweitung des Ausschreibungsvolumens für Photovoltaik-Freiflächenanlagen.
Auf Anfrage der Grünen zum aktuellen Stand im Photovoltaik-Handelsstreit zwischen der EU und China sind wenig klare Positionen zu erkennen. Allerdings hält es die Bundesregierung für legitim, eine Auslaufprüfung zu beantragen und auch die Verlängerung der Maßnahmen für nicht ausgeschlossen, sofern eine weitere Schädigung der europäischen Solarindustrie droht.
Ein Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums wies auf der Jahrestagung „Erneuerbare Energien 2015“ darauf hin, dass ein Energiewende zum Nulltarif nicht möglich ist. Zugleich betonte er aber auch die Kosten im Zusammenhang mit der fossilen Stromerzeugung, die gern vergessen werden.
In einem Zeitungsinterview verteidigt Frank Asbeck das Vorgehen gegen das Dumping der chinesischen Konkurrenz. Zudem kritisiert der Gründer und Vorstandschef von Solarworld die deutsche Politik, die die Photovoltaik kaputt geredet hat.
Am Sonntag ist zur Mittagszeit fast die komplette Stromnachfrage durch Erneuerbare gedeckt worden. Viel Sonne und etwas Wind machten das möglich.
Eine Studie von Greenpeace Energy geht davon aus, dass erst die Power-to-Gas-Technologie eine vollständige Stromversorgung mit Photovoltaik, Windkraft & Co. bis 2050 ermöglicht. Ab Mitte der 2030-er Jahre könnten zudem Kosten in Milliardenhöhe durch Windgas-Anlagen eingespart werden.
Das Kölner Institut hat berechnet, welche Kosten für Stromverbraucher anfallen. Neben den Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien flossen dabei auch solche für den Ausbau der Netze, die zusätzliche Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die geplante Braunkohlereserve ein. Die Wissenschaftler weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei nicht um einen systemischen Vergleich konventioneller und erneuerbarer Stromerzeugung handelt. In der öffentlichen Wahrnehmung geht dies aber leider eher unter.
Bei der im Juni abgeschlossenen dritten Runde waren für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Dachanlagen mit mehr als 250 Kilowatt Leistung insgesamt Gebote von 2000 Megawatt eingereicht worden. Nun hat die französische Energieministerin angekündigt, das Volumen auf 800 Megawatt zu verdoppeln.