Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) will die Bundesregierung Hausbesitzern ermöglichen, beim Heizungstausch auch künftig noch Gas- und Ölkessel zu installieren. Die Anlagen müssen ab 2029 mit wachsenden Anteilen klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff-Derivaten betrieben werden. Union und SPD sprechen hier von einer Biotreppe. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit klimafreundlicher Brennstoffe ist zu erwarten, dass diese sehr teuer werden.
Alexis Gula, Präsident des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks, empfiehlt deshalb beim Heizungstausch Alternativen wie Wärmepumpen oder Biomasseanlagen sowie eine vorherige Energieberatung. „Die Entscheidung für oder gegen ein System wird vor allem von der Entwicklung der Energiepreise und der Versorgungssicherheit bestimmt“, erklärt Gula.
Diese Empfehlung ist bemerkenswert, weil Hausbesitzer beim Betrieb einer Wärmepumpe ohne Schornsteinfeger auskommen – schließlich findet hier keine Verbrennung statt. Die Experten sind nur gefordert, wenn ein neuer oder bestehender Gas- oder Öl-Kessel die Wärmepumpe in einem Hybridsystem unterstützt oder wenn zusätzlich ein Kamin- oder Kachelofen in Betrieb ist.
Viele fossile Heizkessel sind überaltert
Nach Angaben des Schornsteinfegerhandwerks arbeiteten 2025 insgesamt 19,5 Millionen Heizungen (inklusive Warmwasserheizer) mit fossilen Brennstoffen. Die Zahl liegt nur zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit einem Minus von drei Prozent ging die Zahl der Ölheizungen stärker zurück als die der Gaskessel (minus 1,7 Prozent). Insgesamt waren 2025 14,8 Millionen Gas- und 4,7 Millionen Ölheizungen in Betrieb. Dazu kamen 1,7 Millionen Biomasse-Kessel. Hier gab es zu 2024 keine Veränderung. Mit etwa 11,7 Millionen Einzelraumfeuerstätten bleibt auch der Bestand an Kamin-, Kachelöfen oder Heizkaminen weitgehend konstant, so der Verband. Fast 60 Prozent der installierten Gasheizungen verfügten im Jahr 2025 über die vergleichsweise effiziente Brennwerttechnik.
Ein zentrales Problem sieht das Schornsteinfegerhandwerk im hohen Durchschnittsalter konventioneller Heizsysteme, die ohne Brennwerttechnik heizen. Über 86 Prozent der Ölheizungen und etwa 66 Prozent der Gasheizungen waren 2025 älter als 20 Jahre. Sie erfüllen die Sicherheitsstandards, gelten aber als technisch veraltet. Besser sieht es im Bereich der Brennwertanlagen aus. Bei den Ölheizungen sind rund 21 Prozent und bei den Gasheizungen in etwa 26 Prozent älter als 15 Jahre.
Politische Unsicherheit bremst Wärmewende
Die aktuelle Zurückhaltung vieler Gebäudeeigentümer beim Heizungstausch ist nach Ansicht des Verband eng mit der energiepolitischen Diskussion verbunden. Unsicherheiten rund um gesetzliche Anforderungen, Förderbedingungen und zukünftige Energiepreise führten dazu, dass Investitionen verschoben werden. Dies unterstreiche, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Transformation des Wärmemarktes sind.
Gleichzeitig gewinnen Themen wie kommunale Wärmeplanung, Netzinfrastruktur und sektorübergreifende Energiekonzepte weiter an Bedeutung, so das Schornsteinfegerhandwerk. Sie werden entscheidend dafür sein, wie schnell und effizient die Wärmewende umgesetzt werden kann.
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„Über 86 Prozent der Ölheizungen und etwa 66 Prozent der Gasheizungen waren 2025 älter als 20 Jahre. Sie erfüllen die Sicherheitsstandards, gelten aber als technisch veraltet. Besser sieht es im Bereich der Brennwertanlagen aus. Bei den Ölheizungen sind rund 21 Prozent und bei den Gasheizungen in etwa 26 Prozent älter als 15 Jahre.“
Autsch, echt jetzt? Mit diesen Fakten wäre der „Heizhammer“ vielleicht zu einem Hämmerchen verkommen!!! Bei jedem Kühlschrank, der älter als 10 Jahre ist, sagt man tauschen gegen ein energiesparenderes System. Jede Glühlampe wird gegen LED getauscht, wegene Effizienz und Geld sparen und so. Aber:
„Über 86 Prozent der Ölheizungen und etwa 66 Prozent der Gasheizungen waren 2025 älter als 20 Jahre.“
Das ist ja ein Skandal!!!
Das ist ja grob fahrlässig. Ich fass‘ es nicht! Echt jetzt. Verbieten! Sofort! Nach 25 Jahren erlischt die Betriebserlaubnis endgültig und ohne Diskussion, keine Frist, keine Schonung von Altanlagen. Fertig aus. Gebt Gummi! Alter Schwede. Verrückt, diese Deutschen sind einfach Schizophren und unbelehrbar. Das kann man doch auch wirklich nicht mehr Schönreden. Unfassbar.
Mit gut zureden und Vernuft scheint es ja nicht zu klappen! Also Ordnungspolitik raus. Auf die harte Tour dann eben. 66 % bzw 86 % älter als 20 Jahre!!! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wo waren denn die Schornsteinfeger zur Ampelzeit? Da haben sie sich schön feige versteckt. Alle wussten, dass die Ampel (ja, der Habeck) recht hatten.
Bei der Einstellung zur Moderne wundert mich, dass wir ICE fahren und keine Draisinen oder wenigstens die guten alten Kohleloks! Auf die war wenigstens Verlass!
Ich bin erschüttert!!!
@HD
Danke für den Beitrag, was glauben Sie wie wirkt dieser Beitrag von Ihnen auf Außenstehende .
Und schauen Sie auch mal auf die Rentner und Arbeiter, welche nicht ein großes Gehalt haben von den 4 Millionen Arbeitslosen ganz zu schweigen.
Diese Leute können nur noch die AFD wählen um sich zu schützen!
Das bedeutet ja, dass „wir“ uns als Land einfach diese krasse Ineffizient leisten, einfach „weil wir es können“ – es uns also einfach viel zu gut geht?
Wahnsinn. Schnelle Recherche kommt zum Ergebnis: An die 75% aller Heizungen in Deutschland sind 20+ Jahre alt. Ich schmeiß mich weg. 20!
– Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW
– Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)
Das ist ja ein Drama. Sorry, ich glaub‘ gerade, ich bin im falschen Film.
Die altertümlichen Maschinen gehen eh irgendwann schrott, und dann sollen die repariert werden oder „neu“? Im Ernst jetzt? Damit sind die Klimaziele bis 2045 unmöglich zu erreichen. Das war’s dann. Völlig undenkbar. Das Volk muss hier wohl gesetzlich erzogen werden, denn es ist offenbar zu großen Teilen einfach zu blöd (Gurtpflicht……).
Ha, „Bio-Treppe“…. kommt Leute, irgendwas mit „bio“ geht immer!!! Das nehmen wir! Sehr gut. Die Leute kaufen ihre „Bio“ Gas-/Ölheizung und fühlen sich gut dabei. Genial! „Aber Chefin…“ – Nix aber! Das lassen wir so! Bio!
Wir werden hier von vorn bis hinten verarscht. Das ist so krass. Ich wusste nicht, dass die Zahlen so krass sind. Ich bin sowas schockiert von meinen Mitbürgern. Das ist selektive Idiotie. Bei allem guckt man auf den Verbrauch – aber ausgerechnet bei den Heizungen ist das dem Volk – man muss es so sagen – völlig scheißegal. Das kann man auch nicht mehr allein durch das Argument der Nebenkosten bei Vermietung erklären.
niranbunmi, guter Witz bzw. Provokation!
Arbeiter:innen würden nach Einschätzungen von Gewerkschaften, Wirtschaftsexpert:innen und unabhängigen Forschungsinstituten durch das Wahlprogramm der AfD keine nachhaltigen Verbesserungen ihrer Situation erfahren. Vielmehr gibt es deutliche Hinweise darauf, dass viele ihrer Interessen nicht vertreten oder sogar aktiv gefährdet werden.
1. Die AfD hat 2022 im Bundestag gegen die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro gestimmt und lehnt damit eine direkte Verbesserung der Einkommenssituation von Geringverdiener:innen ab
2. Ihre Forderungen nach Senkung der Sozialversicherungsbeiträge und gleichzeitiger Beibehaltung oder Senkung von Sozialleistungen (z. B. Bürgergeld, Sozialhilfe) würden vor allem zu Einschnitten bei den Leistungen führen, von denen viele Arbeiter:innen abhängig sind
3. Die AfD spricht sich gegen starke Tarifbindung und für eine Lockerung von Arbeitnehmerrechten aus. Das würde die Position von Gewerkschaften schwächen und Lohnverhandlungen erschweren
4. Mehrere Analysen (u. a. von der Heinrich-Böll-Stiftung, Tagesspiegel, taz und Wirtschaftsweise:n) kommen zu dem Schluss, dass die ökonomischen Vorschläge der AfD vor allem Besserverdiener:innen und Unternehmen begünstigen würden. Arbeiter:innen und Geringverdiener:innen würden keine Vorteile aus ihrer Politik ziehen, sondern im Gegenteil höhere soziale Ungleichheit und Armutsrisiken tragen
5. Die AfD wird von Gewerkschaften wie dem DGB und Forschungsinstituten als keine Partei für Beschäftigte eingestuft. Ihre Politik laufe den Interessen von Arbeiter:innen zuwider
Fazit: Arbeiter:innen, die sich für soziale Gerechtigkeit, sichere Löhne und starke Sozialleistungen einsetzen, würden durch die AfD keine Unterstützung erfahren. Stattdessen drohen Rückschritte bei Löhnen, Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechten.
Logisch, auf Grund der Unsicherheit halten so viele wie möglich an ihrer Altanlage fest. Es ist immer noch besser auf eine moderne Gasbrennwertheizung zu wechseln statt die alte bis zum St. Nimmerleinstag zu betreiben. Wärmepumpe sollten mit entsprechender Förderung attraktiv gemacht werden. Dann entscheiden sich auch mehr dafür.
Man sollte es doch als Chance sehen, wenn jetzt so viele Heizungen in ein entsprechendes Alter kommen.
Oder auch nicht, was denken Sie wird mit der Förderung, das Geld wird nicht ewig reichen.
Ein Skandal ist, wenn Eigenheimbesitzer sich eine WP kaufen und ihr Haus sanieren lassen, mit tausenden Euros vom Staat, und es deswegen keinen sozialen Wohnungsbau gibt, weil das Geld fehlt.