Solarpower Europe: EU unterschätzt erzeugte Strommenge der Photovoltaik-Dachanlagen

Installation, Photovoltaik-Dachanlage, Enpal

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Solarpower Europe geht davon aus, dass die EU-Behörden und Mitgliedstaaten die von den Photovoltaik-Dachanlagen erzeugte Strommenge falsch einschätzen.

„Nach unserer im Solar+-Bericht von Solarpower Europe veröffentlichten Analyse wird die Solarstromerzeugung in den Statistiken der EU und der Mitgliedstaaten systematisch unterschätzt“, erklärte Raffaele Rossi, Leiter des Bereichs Market Intelligence bei Solarpower Europe, gegenüber pv magazine.

Bis Ende 2025 erreichte die installierte Photovoltaik-Gesamtleistung in der EU voraussichtlich 406 Gigawatt. Auf der Grundlage aggregierter Daten auf Länderebene schätzt Solarpower Europe deren Stromerzeugung auf 410 Terawattstunden. Die offiziellen EU-Statistiken der EU weisen jedoch nur 275 Terawattstunden aus, was einer Differenz von mehr als 135 Terawattstunden oder 33 Prozent entspricht.

Fehlende Zahlen zum Eigenverbrauch verzerren Statistik

„Es gibt mehrere Gründe, die dieses Phänomen erklären“, sagt Rossi. „Photovoltaik-Dachanlagen müssen bei den lokalen Netzbetreibern registriert werden. Doch der Registrierungsprozess erfasst oft nicht alle Anlagen.“ Die Übermittlung der Daten an die nationale Energiestatistik erfolge verzögert und unvollständig.

„Zudem erfordert die sehr große Anzahl dezentraler Photovoltaik-Anlagen, insbesondere im Wohnbereich, die Aggregation von Daten aus Millionen von Anlagen“, erklärt Rossi. Dies könne für lokale Netzbetreiber Herausforderungen bei der Datenverwaltung mit sich bringen, da ihnen oft die Kapazitäten fehlen, um solch große Datenmengen zu verarbeiten.“

Rossi fügt hinzu, dass es für Netzbetreiber besonders schwierig sei, den Eigenverbrauch zu messen, da dieser nicht über ihre Netze fließe. „Herkömmliche Stromstatistiken berücksichtigen den Eigenverbrauch nicht. Und das, obwohl 80 Prozent der dezentralen Erzeugung in Batterien gespeichert werden“, erklärt der Experte. „Zwar können intelligente Zähler dieses Problem teilweise lösen und die Datenverfügbarkeit verbessern. Sie liefern jedoch in den meisten Fällen nur Daten zum Nettoverbrauch und nicht zur gesamten Solarstromerzeugung.“

 

 

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