Das Bundeskabinett hat gerade die Kraftwerksstrategie auf den Weg gebracht. Der Bundestag muss sich nun damit befassen, wie die Ausschreibungen für gesicherte Kapazitäten, die noch für dieses und nächstes Jahr geplant sind, genau aussehen sollen. Im Entwurf vorgesehen sind für dieses Jahr noch zwei Ausschreibungsrunden für insgesamt neun Gigawatt gesicherte Leistung, die wohl, basierend auf den Vorgaben, aus neuen Gaskraftwerken stammen dürften.
Die Analysten des Beratungsunternehmens Thema haben sich auch in diesem Zusammenhang die zu erwartenden Erlöse für neue Gaskraftwerke in Deutschland im Jahr 2035 genauer angeschaut und dazu ihr fundamentales Strommarktmodell zugrunde gelegt. Eine Kernaussage ihrer in dieser Woche veröffentlichten Untersuchung „Missing money: Revenue risks for new gas plants in Germany“: Die durchschnittlichen Erlöse für neue Gaskraftwerke werden nicht ausreichen, um die Kosten zu decken. Sie gehen dabei von 100.000 bis 150.000 Euro pro Megawatt und Jahr aus, die neue Gaskraftwerke kosten werden. Die Erlöse sehen die Analysten dagegen eher um die 30.000 Euro pro Megawatt und Jahr.
Diese Lücke sei sehr groß und vor allem getrieben durch den starken Anstieg der Investmentkosten (Capex), etwa durch den starken Anstieg der Preise für Gasturbinen in den vergangenen zwei Jahren. Dazu kommt, dass sich die Erlöse auf wenige Knappheitsjahre während ihrer Laufzeit reduzieren werden. Die Thema-Analysten kommen auf 2 bis 3 von 45 Wetterjahren, in denen der Einsatz der neuen Gaskraftwerke aufgrund von Dunkelflauten-Perioden rentabel sein wird. Allerdings hängt die Höhe der Erlöse auch dann davon ab, wieviele Gaskraftwerke und auch Batteriespeicher bis 2035 in Deutschland gebaut werden. In ihrer Untersuchung rechnen die Analysten damit, dass jedes zusätzliche Gigawatt an Gaskraftwerken die Nettoeinnahmen um zwei bis 18 Prozent schmälern wird. Ein Gigawatt an neuen Batteriespeichern zusätzlich führt Thema zufolge zu einer Reduktion von einem bis fünf Prozent der Erlöse der neuen Gaskraftwerke.
Insgesamt attestieren die Thema-Analysten erhebliche Risiken, da das sogenannte missing money von vielen Faktoren abhänge und nur schwer zu berechnen sei. „Auktionsdesign und Politik müssen diese Risikoverteilung abbilden, sonst droht entweder Unterausbau gesicherter Leistung oder ineffiziente Überförderung“, heißt es dazu.
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Hier muss sich das Expertenteam irren. Frau Reiche hat das mit Sicherheit alles mehrfach sauber durchgerechnet und technologieoffen die Lösung gefunden, die am wenigstens Steuergeld kostet. Alles andere wäre ja Ideologie oder Korruption…
Ist doch auch eine schlaue Frau!
Na mal schau´n was dabei rauskommt jz^^ *grins