Irena: Weltweiter Photovoltaik-Zubau erreicht 2025 einen Rekordwert von 511 Gigawatt

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von pv magazine Global

Nach einem aktuellen Bericht der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena) sind im Jahr 2025 weltweit insgesamt 511 Gigawatt an Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Die „Renewable Capacity Statistics 2026 zeigt, dass die Photovoltaik im vergangenen Jahr die am schnellsten wachsende Quelle erneuerbarer Energien blieb. Sie machte rund 75 Prozent der weltweit im Jahr 2025 neu installierten 692 Gigawatt an erneuerbaren Energien aus.

Die Zahlen stellen einen Rekord in einem Kalenderjahr sowohl für den weltweiten Photovoltaik-Ausbau als auch für den Gesamtzubau erneuerbarer Energien dar. Die bisherigen Rekordmarken lagen bei 452 Gigawatt für die Photovoltaik und 585 Gigawatt für die Erneuerbaren insgesamt und stammten aus dem Jahr 2024.

Die kumuliert installierte Leistung der Erneuerbaren erreichte bis Ende vergangenen Jahres 5,14 Terawatt, wie aus der Irena-Statistik weiter hervorgeht. Dies entspreche 49 Prozent der weltweit installierten Stromerzeugungskapazitäten. Die installierte Photovoltaik-Leistung weltweit stieg bis Ende 2025 auf rund 2,4 Terawatt.

Leicht rückläufig ist nach dem Irena-Bericht der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtzubau von neuen Stromerzeugungskapazitäten. Er lag 2025 bei 85,6 Prozent, während es im Jahr davor noch 92,5 Prozent waren.

Asien war auch 2025 weiterhin führend beim Ausbau erneuerbarer Energien und trug 74,2 Prozent zur gesamten neuen Leistung aus erneuerbaren Energien bei, während sowohl Afrika als auch der Nahe Osten ihr bislang größtes jährliches Wachstum beim Ausbau erneuerbarer Energien verzeichneten. Der Anstieg lag bei 15,9 beziehungsweise 28,9 Prozent im Vergleich zum Zubau 2024. In anderen Teilen der Welt waren weniger starke Anstiege zu verzeichnen. Mittelamerika und die Karibik verzeichneten 2025 mit insgesamt 21 Gigawatt den geringsten Zubau, so der Irena-Bericht.

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten, die neue Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit und der Preisvolatilität fossiler Brennstoffe aufwirft, könne eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an den nationalen Energiesystemen dazu beitragen, die Abhängigkeit der Länder von den internationalen Brennstoffmärkten zu verringern, hieß es weiter. Irena-Generaldirektor Francesco La Camera merkte an, dass erneuerbare Energien inmitten unsicherer Zeiten weiterhin beständig und unerschütterlich wachsen, was sowohl auf die Präferenz des Marktes als auch auf die hohe Widerstandsfähigkeit erneuerbarer Energien hindeutet.

Im Vorwort des Berichts fügte er hinzu, dass die Welt ein deutlich schnelleres Wachstum beim Bestand an Kraftwerken für erneuerbare Energien und bei der dezentralen Stromerzeugung benötige. „Ein stärker dezentralisiertes Energiesystem mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und mehr Marktteilnehmern ist strukturell widerstandsfähiger“, erklärte La Camera. „Länder, die in die Energiewende investiert haben, überstehen diese Krise mit geringeren wirtschaftlichen Schäden, da sie ihre Energiesicherheit, Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit stärken.“

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