pv magazine Podcast: Fassade, Carport, Überkopf – Wann brauche ich bauaufsichtlich zugelassene Photovoltaik-Module?

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Geprüfte und vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassene Photovoltaik-Module sind selten, aber für Fassaden und Überdachungen notwendig. Die großen chinesischen Hersteller scheuen den Aufwand und die Beschränkungen, die sie für eine bauaufsichtliche Zulassung von Photovoltaik-Modulen in den einzelnen europäischen Märkten hinnehmen müssten. Das eröffnet Chancen für Spezialisten.

Seit Jahren produziert Solarwatt mit seiner Construct-Serie genau für diese Nische und bleibt dabei nahe an den Standard-Modulmaßen, um die Kosten zu senken. Im Podcast diskutiert pv magazine Redakteurin Cornelia Lichner mit Norbert Betzl, Head of BIPV bei Solarwatt, für welche Projekte die besonders geprüften Module notwendig sind und welche Erwartungen die Produkte erfüllen müssen. Thomas Becker, Geschäftsführer der ATB-Becker Photovoltaik aus Österreich, stellt klar, das auch für andere europäische Märkte vergleichbare Regeln gelten, aber fehlende Standardisierungen bei der Zulassung den Zugang für die Hersteller erschweren. Als Fachgroßhändler, Mitglied des österreichischen Normengremiums und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Photovoltaic Austria hat er einen besonders guten Einblick in den Markt für bauwerkintegrierte Photovoltaik-Produkte.

Becker sagt, trotz der geringen Anzahl an geprüften Produkten nimmt das Interesse an Photovoltaik-Fassaden bei Investoren, Architekten und Fassadenbauern stetig zu. Die Vorteile seien eine im Jahresverlauf gleichmäßigere Erzeugungskurve mit potenziell höheren Erträgen im Winter, was gerade für den Betrieb von Wärmepumpen vorteilhaft ist. Zudem könne die Photovoltaik bereits andere typische Fassadenverkleidungen aus Holz oder Kunststoff verdrängen, da sie niedrigere Kosten pro Quadratmeter aufweise. Drittens seien Fassadenanlagen in Gebieten mit hohen Schneelasten, zum Beispiel an Skiliftstationen, die auch einen hohen Stromverbrauch haben, sehr attraktiv.

In Deutschland wachse daneben auch die Zahl an Parkplatzüberdachungen, berichtet Betzel, obwohl die Kosten im Vergleich zu Dachanlagen hoch sind. Das liege nicht nur an den Gesetzen in einigen Bundesländern. Gerade öffentliche Ladestationen nutzten zunehmend die Überdachung der Ladepunkte. Das entlastet den Netzanschluss, zusätzlich zu dem meist vorhandenen Batteriespeicher, hält die Ladenden in der Wartezeit trocken und bietet einen werbewirksamen Hinweis darauf, dass der Ladestrom umweltfreundlich gewonnen wird.

Solarwatt ist Initiativpartner des Podcasts.

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