In den ersten drei Monaten des Jahres speisten die Photovoltaik-Anlagen insgesamt 11,5 Terawattstunden ins deutsche Netz, etwa so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das geht aus der Quartalsauswertung der Bundesnetzagentur hervor. Während die Werte im Januar und März die von 2025 übertrafen, blieben sie im vergleichsweise sonnenarmen Februar weit dahinter zurück. Die Einspeisung lag in diesem Monat aber dennoch höher als im Februar aller anderen Jahre. Die Bundesnetzagentur sieht darin einen Beleg für den stark voranschreitenden Photovoltaik-Ausbau. Der Anteil der Photovoltaik an der Gesamterzeugung im ersten Quartal betrug 9,1 Prozent. Tatsächlich liegt der Wert sogar noch etwas höher. Denn die Behörde hat den Eigenverbrauch hier nicht berücksichtigt.
Wichtigste Erzeugungstechnologie war die Windenergie. Onshore- und Offshore-Anlagen hatten zusammen einen Anteil von 34 Prozent. Die Anlagen an Land lieferten mit 33,1 Terawattstunden fast 23 Prozent mehr Strom als im Vorjahreszeitraum, die auf See mit knapp zehn Terawattstunden gar 45 Prozent mehr. Der starke Zuwachs ist vor allem mit den ungünstigen Windverhältnissen im Vorjahr zu erklären.
Gaskraftwerke machten fast 18 Prozent der Gesamterzeugung aus, Braun- und Steinkohlekraftwerke zusammen gut 23 Prozent. Die Einspeisung von Strom aus Gaskraftwerken nahm in den ersten drei Monaten des Jahres um fast sechs Prozent zu; die aus Braunkohlekraftwerken fiel um fünf Prozent und die aus Steinkohlekraftwerken um drei Prozent.
Weit weniger Stunden mit sehr hohen Börsenpreisen
Der durchschnittliche Strom-Großhandelspreis im Day-Ahead-Handel fiel im ersten Quartal um knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 102,17 Euro pro Megawattstunde. Damit lag er unterhalb des Durchschnittspreises der Nachbarstaaten, der leicht auf 105,43 Euro pro Megawattstunde anstieg. Als Gründe für die Entwicklung in Deutschland nennt die Bundesnetzagentur zum einen die hohe Erneuerbare-Einspeisung durch Erneuerbare und zum anderen die über das gesamte Quartal gesehen niedrigeren Gaspreise.
Die Zahl der Viertelstunden mit negativen Strompreisen lag im ersten Quartal 2026 mit 172 auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Allerdings waren die Ausschläge weniger extrem: Überschritten die Preise im ersten Quartal 2025 noch an 60 Viertelstunden die Marke von 300 Euro pro Megawattstunde, waren es von Januar bis März 2026 nur noch zwölf Stunden. In diesem Jahr überschritten 4.680 Viertelstunden die Marke von 100 Euro pro Megawatt, waren es im Vorjahreszeitraum noch 5.616 Viertelstunden. Das Preis-Maximum lag bei 429,36 Euro pro Megawattstunde (4. März, 17.45 bis 18.00 Uhr), im Vorjahresquartal waren es 583,40 Euro pro Megawattstunde. Das Minimum betrug in diesem Jahr -13,31 Euro pro Megawattstunde, nach 26,07 Euro pro Megawattstunde.
Exportüberschuss von fast drei Terawattstunden
Insgesamt exportierte Deutschland im abgelaufenen Quartal 17,9 Terawattstunden Strom, fast 24 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Stromimporte beliefen sich auf 15,3 Terawattstunden, ein Rückgang von knapp 18 Prozent. Daraus ergibt sich ein Exportüberschuss von fast drei Terawattstunden. Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die Bundesnetzagentur noch einen Importüberschuss von vier Terawattstunden. Damit überstieg der Export den Import das erste Mal seit dem vierten Quartal 2023, so die Behörde.
Begünstigt wurde diese Entwicklung vor allem dadurch, dass die Großhandelspreise in Deutschland stärker fielen als in den meisten Nachbarländern. Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen. Umgekehrt gab es für deutsche Stromversorger seltener einen finanziellen Anreiz, Strom im Ausland einzukaufen.
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