Antragsportal für E-Auto-Förderung freigeschaltet

Der Bund fördert den Kauf oder das Leasing eines E-Autos oder eines Plug-in-Hybrids mit bis zu 6.000 Euro. Die Kaufprämie kann rückwirkend beantragt werden für alle Fahrzeuge, die seit Jahresbeginn zugelassen worden sind.
Haushalte mit geringem Einkommen erhalten zusäztliche Boni von bis zu 2.000 Euro. | Foto: VW

Die Bundesregierung will den E-Auto-Absatz mit einem rund drei Milliarden Euro schweren Förderprogramm ankurbeln. Jetzt hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dafür das Online-Antragsportal freigeschaltet. Wer ein reines E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid kauft oder least, erhält bis zu 6.000 Euro vom Staat. Die Mittel gibt es für alle Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen worden sind – unabhängig davon, wo das Auto gefertigt wurde.

Antragsberechtigt sind nur Privatpersonen, die über ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von maximal 80.000 Euro verfügen. Die Einkommensgrenze verschiebt sich für bis zu zwei Kinder unter 18 Jahren um 5.000 Euro je Kind nach oben.

Für rein batterieelektrische Fahrzeuge gewährt der Bund eine Basisförderung von 3.000 Euro, bei Plug-In-Hybriden sind es 1.500 Euro. Pro Kind gibt es zusätzlich 500 Euro, allerdings gedeckelt bei 1.000 Euro. Bei einem jährlichen Haushaltseinkommen von weniger als 60.000 Euro zahlt der Staat zusätzlich 1.000 Euro, bei weniger als 45.000 Euro 2.000 Euro. Daraus ergibt sich eine Maximalförderung von 6.000 Euro bei E-Autos und 4.500 Euro für Plug-In-Hybride.

Antragsteller müssen die zwei letzten Steuerbescheide, eine Kopie des Kauf- oder Leasingvertrags und der Fahrzeugschein für den Nachweis der erstmaligen Zulassung des Fahrzeugs auf seine Person in Deutschland im Portal des BAFA hochladen.

„Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten“, sagt Bundesumweltminister Carsten Schneider (CSU). Das sei angesichts der geopolitischen Lage wichtiger denn je. Denn die aktuelle fossile Krise sei längst nicht vorbei und könne jederzeit wiederkommen. „Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin.“

Der ökologische Verkehrsclub VCD begrüßt das Förderung. „Anders als der Tankrabatt fördert sie den Umstieg auf einen effizienten und klimaschonenden Antrieb. Das hilft, hohe Spritpreise abzufedern und macht uns weniger abhängig vom Öl“, sagt VCD-Verkehrsexperte Michael Müller-Görnert. Allerdings sollten neben Neuwagen auch gebrauchte E-Autos in die Förderung einbezogen werden. „Viele Haushalte können sich nämlich trotz der Prämie keinen Neuwagen leisten“, so Müller-Görnert.

Kommentare

C.M.
May 21, 2026

Schrullig . Alles sehr schrullig !
Dass der Deutsche Staat Steuereinnahmen als magisches Füllhorn betrachtet , welches niemals versiegt und unaufhörlich immer mehr Euros ausschütten wird, erkennt man woran ?
An den sehr geraden Zahlen !
Bei uns kleinen Menschen kommt es auf jeden Eurocent beim Einkauf und Lohn an . Der Staat dagegen rechnet ganz grob immer mit Milliarden Euro . Auf die ein oder andere Milliarde kommt es letztlich doch wirklich nicht an !
Förderung 6000 , 4500, 1500 Euro .
Schön wäre es , wenn wir alle so tolle runde Zahlen als Zahlende bestimmen könnten . Ich soll für mein neues Elektroauto 33678,67 EURO zahlen ? Bitte – jetzt nicht so wilde Zahlen hier !
ich überweise 33000 EURO , Okay ? Eine schöne runde Zahl !
Mag sich kleinlich anhörten und lesen , aber es ist doch irgendwie symptomatisch .
Wenn die Förderung 6012, 89 EURO wäre , dann würde es wenigstens nach durchgerechneter Bilanz aussehen .
Anderes Thema :
Okay , ich bin sehr beeindruckt von der neuen PV- Anlage in meinem Bekanntenkreis .
Manufaktur : SolarEdge .7,2 kWp , 15 Module ( 485 Watt pro Modul ) , 9,2 kWh Speicher und der Wechselrichter erzeugt AC 5000 VA . Die Anlage ist auf 4,37 Kilowatt maximale Einspeisung gedrosselt . Wenn aber mein EV mit 4,5 Kilowatt geladen wird , und die restlichen Verbraucher im Haus über 500 Watt ziehen , dann ist der Wechselrichter bei 5000 Watt AC am Anschlag .
An einem gewöhnlichen Sonnentag kann man 30 bis 35 Kilowattstunden per Direktspeisung “ Sonne zu Elektroauto “ erreichen . Ein ID Buzz mit 80 kWh ist an 2 sonnigen Tagen vollkommen aufgeladen , ohne dass dies den Stromzähler nach oben treibt . 400 Kilometer Fahrstrecke für “ Geht aufs sonnige Haus ! “ . Ein VWN T6 California mit Dieselmotor welcher 400 Kilometer Fahrstrecke auftanken möchte ? 7 Liter Diesel a´ 1,80 EURO pro 100 Kilometer = 12,60 EURO . 400 Kilometer Fahrmöglichkeit kosten also 50,40 EURO . Ein sehr krasser Unterschied zu 0 EURO beim solaren Laden dieser Fahrstrecke.!
Es wäre schön wenn es auch eine Tafel für Strom gäbe , nicht nur für Lebensmittel !
Am Rande der Stadt könnten Menschen die nachweislich finanziell nicht so gut gestellt sind , hin und wieder ihr
Elektroauto kostenlos bei einer Obst- und Stromtankstelle in solarer Echtzeit aufladen . Eine entsprechende Berechtigung vorausgesetzt , wie man Sie auch für die Lebensmitteltafel benötigt .
Gebrauchte kleine Elektroautos werden zukünftig vermutlich sehr günstig werden , da die Entwicklung der BEV sehr schnell vorangeht .
Die Stromtankstellen könnten von wohlhabenden Konzernen und Bürgern gesponsort werden.

Bernd
May 20, 2026

Dank der Förderung sind die Leasingkonditionen nun zu Lasten des Käufers erhöht worden. Das Geld kommt damit beim Händler und nicht beim Käufer an. Auch wenn er das glauben mag. Reine Augenwischerei und verbraten von Steuerressourcen für nichts.

Emma
May 19, 2026

Endlich ist das Portal online, die Förderung macht den Umstieg auf E-Autos jetzt wieder deutlich attraktiver.