KI-Lösungen für die Erneuerbaren-Branche: Invertix erhält 1,7 Millionen Euro Finanzierung

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Anlagenalarme bewerten, Leistungsberichte erstellen, Wartungseinsätze koordinieren, Compliance-Vorgaben einhalten: Für diese und weitere Aufgaben hat Invertix seine autonomen KI-Agenten entwickelt. Das Münchener Start-up hat nun in einer Pre-Seed-Runde 1,7 Millionen Euro erhalten. Angeführt wurde die Runde von Vireo Ventures mit Beteiligung des Italian Founders Fund sowie eines Syndikats von Business Angels aus den Bereichen Energie und Künstliche Intelligenz. Invertix war im März 2026 „pv magazine Start-up des Monats“.

Die KI-Agenten von Invertix übernehmen operative, analytische und Compliance-Aufgaben in der Erneuerbaren-Branche. Sie werden direkt in SCADA-, CMMS-, ERP- sowie Energie- und Wetterdatenplattformen integriert und sind Invertix zufolge innerhalb von rund 60 Tagen nach Vertragsabschluss vollständig einsatzbereit. KI-Agenten von Invertix sind nach Angaben des Unternehmens derzeit bei einer Photovoltaik-Kapazität von insgesamt 1,8 Gigawatt im Einsatz. Das Start-up ist bislang in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig.

Zweites Standbein in Italien

Das frische Kapital soll unter anderem in die Weiterentwicklung der Plattform und in den Markteintritt in weiteren europäischen Ländern fließen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine KI-Agenten über die Photovoltaik hinaus im Bereich Windenergie, Batteriespeicher und Netzbetrieb einzusetzen. Zudem will Invertix Experten in den Bereichen KI-Engineering, Software-Engineering, Produkt und Vertrieb einstellen. Der Großteil dieser Stellen entsteht in Italien, wo das Unternehmen sein technisches Zentrum aufbaut.

„Wir bauen keine KI, um Mitarbeitende zu ersetzen. Wir bauen sie, um eine Lücke zu schließen, die die Energiewende heute schon ausbremst“, sagt Joseph Perrotta, Mitgründer und CEO von Invertix. Europa nehme Solar-, Wind- und Speicheranlagen schneller in Betrieb, als es Ingenieurinnen und Ingenieure einstellen und ausbilden kann. Qualifiziertes Betriebspersonal sei knapp und die Arbeitslast für die Teams wächst stetig. „Die KI-Mitarbeiter von Invertix übernehmen die repetitiven operativen Aufgaben, so dass sich Mitarbeitenden auf die Entscheidungen konzentrieren können, die ein menschliches Urteil erfordern.“

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