Weidmüller bringt intelligentes Lastmanagementsystem für Gewerbe und Mehrfamilienhäuser auf den Markt

Bis zu 50 "AC-SMART"-Wallboxen können über die Weboberfläche remote gesteuert und überwacht werden.

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Mit der zunehmenden Elektromobilität steigt auch der Bedarf an Ladesäulen und Lösungen, die eine Überlastung des Stromnetzes beim gleichzeitigen Laden vieler Fahrzeuge verhindern. Weidmüller hat dafür seine Lösung „SMARTcharge“ vorgestellt. Es handelt sich um ein intelligentes Lastmanagementsystem für gewerbliche Gebäude und Mehrfamilienhäusern. Es ermöglicht, ein zuverlässiges Lastmanagement für bis zu 50 Wallboxen und lässt sich individuell an die Anforderungen vor Ort anpassen, wie Weidmüller am Mittwoch mitteilte.

„Der vorhandene Strom wird clever zwischen den angeschlossenen Wallboxen verteilt, sodass Elektrofahrzeuge im Handumdrehen geladen sind, ohne das Netz zu überlasten“, sagt Christian Deppermann, Business Development Manager e-Mobility bei Weidmüller. Die Installation des Systems sei einfach. Ein Installationsassistent gebe genau vor, was zu tun ist. So könne das System schnell eingerichtet und genutzt werden. Das System verfügt zudem über nutzerfreundliche Monitoring- und Verwaltungstools sowie ein Remote-Steuerung, über die der Fernzugriff für die Nutzer jederzeit möglich ist, wie es von Weidmüller heißt. Damit könnten alles von der einfachen Statusabfrage bis hin zur Steuerung und Priorisierung von Ladevorgängen vorgenommen werden.

Bei „SMARTcharge“ könnten die Kunden zudem zwischen einem statischen und dynamischen Lastmanagement wählen. „Beim statischen Lastmanagement wird im Vorfeld festgelegt, wie viel Ladestrom für alle Ladepunkte maximal bereitsteht“, erläutert Michaela Amedick, Head of Product Management bei Weidmüller. Der verfügbare Ladestrom werde dabei unter den Ladepunkten aufgeteilt, wobei einzelne Stationen oder Vorgänge priorisiert werden könnten. Beim dynamischen Lastmanagement werde nicht nur der verfügbare Strom, sondern auch Verbrauchsschwankungen im Gebäude automatisch berücksichtigt. Die Strommenge zum Laden der Fahrzeuge werde flexibel angepasst und zwischen den Ladepunkten verteilt. „Hierbei setzen wir einen Energiezähler ein, der den Summenstrom im Gebäude ermittelt und den Ladestrom für die Wallboxen kontinuierlich neu berechnet. Wird zum Beispiel die Klimaanlage im Gebäude eingeschaltet, reduziert sich die Ladeleistung automatisch. Schaltet man sie wieder aus, erhöht sich auch der Ladestrom“, so Amedick weiter.

Ebenfalls mitgedacht ist die Einbindung einer Photovoltaik-Anlage in das Lastmanagementsystem. Es soll die Kosten des Ladens durch die Nutzung des überschüssigen Solarstroms noch reduzieren. Weidmüller zufolge lassen sich alle Photovoltaik-Anlagen unabhängig vom Hersteller in das System integrieren.

Das System ist für die Integration von bis zu 50 „AC-SMART“-Wallboxen von Weidmüller in das Gebäudenetz ausgelegt, ohne dass der Netzanschluss des Hauses erweitert werden müsse. Die einzelnen Wallboxen könnten dabei anhand eines RFID-Tags authentifiziert und Ladevorgänge gezielt zugeordnet werden. Die Fernsteuerbarkeit der Ladepunkte sei gerade für Gewerbebetriebe, Hotels und Restaurants eine interessante Option, so Weidmüller weiter. Die Freigabe und Steuerung der einzelnen Wallboxen sei dabei über ein Dashboard möglich.

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