Meyer Burger eröffnet Modulfabrik in Freiberg

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Bei Meyer Burger gibt es schon wieder Grund zu feiern: Der Schweizer Technologiekonzern eröffnet jetzt seine neue Modulfabrik im sächsischen Freiberg. Erst vor wenigen Tagen hat Meyer Burger ein Werk für hocheffiziente Heterojunction-Solarzellen in Thalheim, einem Stadtteil von Bitterfeld-Wolfen, in Betrieb genommen. Damit sieht sich Meyer Burger bei der Transformation vom reinen Anlagen- und Technologieanbieter zum integrierten Hersteller von Solarzellen und -modulen im Plan.

Zudem hat das Unternehmen mit Daniel Menzel als neuer Geschäftsführer der Meyer Burger (Industries) GmbH sein Management-Team für Produktion, Supply Chain, Einkauf und Qualitätssicherung verstärkt. Menzel war zuvor unter anderem zehn Jahre für Solarworld tätig. Gemeinsam mit Moritz Borgmann – der für den Vertrieb von Solarmodulen, Produktmanagement, Geschäftsentwicklung und das Marketing von Meyer Burger zuständig ist – wird er den Ausbau der Produktionsstandorte vorantreiben.

Bleifreie Module

Für die Modulfabrik hat Meyer Burger ein altes Werk von Solarworld umgebaut. Die Kapazität liegt anfangs bei 3000 Modulen am Tag, was einer Leistung von 0,4 Gigawatt pro Jahr entspricht. Die Kapazität soll aber schnellstmöglich auf 1 Gigawatt wachsen. Ursprünglich hatte Meyer Burger nur eine Ausweitung auf 0,8 Gigawatt geplant. Insgesamt entstehen zunächst mehr als 200 neue Arbeitsplätze. Mit einer Erweiterung der Kapazität sollen zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Meyer Burger nimmt für seine neue Fabrik in Anspruch, die modernste und umweltfreundlichste Fertigungsanlage ihrer Art in Europa geschaffen zu haben. Die dort produzierten Module mit Heterojunction-Zellen aus Thalheim sind hocheffizient und zeichnen sich durch eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer aus, so Meyer Burger – auch dank der selbst entwickelten SmartWire-Zellverbindungstechnologie. Zudem sind die Module komplett bleifrei.

An der – digital stattfindenden – Eröffnung nehmen unter anderem der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie der Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther (Grüne) teil.

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