Ampyr Solar Europe plant mehr als vier Gigawatt PPA-Projekte in Deutschland, Niederlande und Großbritannien

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Das niederländische Familienunternehmen Naga Solar hat in dieser Woche die Gründung des Joint Ventures Ampyr Solar Europe (ASE) mit den internationalen Unternehmen AGP Group and Hartree Partners bekanntgegeben. Die Partner seien zu jeweils einem Drittel an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, sagt Henny Pelsers, CEO of Naga Solar, im Gespräch mit pv magazine. Das Ziel sei die Entwicklung, der Bau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen mit mehr als vier Gigawatt Gesamtleistung in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien, die über Stromabnahmeverträge (PPA) finanziert werden.

Naga Solar ist schon lange Jahre in der Projektentwicklung in Deutschland und den Niederlanden tätig. „Doch langfristig wird die Projektentwicklung allein kein wirtschaftliches Geschäftsmodell sein. Daher wollen wir künftig nicht mehr nur Photovoltaik-Anlagen für Investoren planen, sondern uns zu einem unabhängigen Stromerzeuger (IPP) wandeln und werden einen großen Teil der geplanten PPA-Projekte in unserem Portfolio halten und betreiben“, sagt Pelsers weiter. Das Joint Venture sei dafür die geeignete Grundlage. Die AGP Group verfüge über viel Erfahrung bei der Entwicklung großer Photovoltaik-Kraftwerke und Hartree Partners bringe sein Wissen über Stromhandel und PPAs in das Gemeinschaftsunternehmen ein.

Die vier Gigawatt an PPA-Projekten verteilen sich zu 50 Prozent auf Deutschland und je ein Viertel auf die Niederlande und Großbritannien, wie Pelsers weiter sagt. In den Niederlanden sei das Unternehmen derzeit auch noch dabei, Photovoltaik-Anlagen zu entwickeln, die über das SDE-Programm gefördert werden. In den nächsten Jahren werde sich der dortige Markt jedoch auch stärker in Richtung PPA bewegen, ist sich Pelsers sicher. In Deutschland wächst die Projektpipeline dagegen derzeit schon schnell. Die weit mehr als 2 Gigawatt geplanten PPA-Projekte befänden sich zu etwa 60 Prozent in Bayern und die restlichen in den östlichen Bundesländern, wie Aravinda Perera im Gespräch mit pv magazine ergänzt. Er ist Geschäftsführer der Naga Solar Deutschland GmbH, die ihren Hauptsitz in Frankfurt/Main hat.

Erste Projekte sollen noch in diesem Jahr ans Netz

Das größte Projekt in Deutschland wird rund 100 Megawatt Leistung haben. In den Niederlanden und Großbritannien würden nach derzeitigen Planungen Photovoltaik-Anlagen bis maximal 40 oder 50 Megawatt realisiert. Die Photovoltaik-Projekte in Großbritannien stammen dabei aus der Entwicklungspipeline der AGP Group, die diese in das Joint Venture einbringe. Die geplanten Projekte in Deutschland und den Niederlanden stammen von Naga Solar.

Bei den Stromabnahmeverträgen sieht Pelsers eine steigende Nachfrage – sowohl von Seiten der Energieversorgern als auch Unternehmen direkt. Mit der Erfahrung von Hartree im Rücken werde das Joint Venture verschiedene Arten von PPAs anbieten. Die Standard-Laufzeit liege bei zehn bis zwölf Jahren, bei kleineren Projekten könnten es auch schon mal nur fünf Jahre sein, sagt Perera. „Da wir mit den bekannten Banken zusammenarbeiten, können wir attraktive finanzielle Bedingungen anbieten und gleichzeitig ist die Finanzierung der Projekte gesichert.“

„Das Ziel des Joint Ventures ist es, alle Photovoltaik-Projekte bis 2023 baureif und teilweise realisiert oder bereits am Netz zu haben“, so Perera weiter. Die Projekte seien da, de Netzanschlüsse gesichert und oft auch schon der Bebauungsplan vorhanden. In diesem Jahr will Ampyr Solar Europe wenigstens 200 Megawatt der PPA-Projekte bauen oder zumindest zur Baureife bringen. Im kommenden Jahr sollen dann weitere 400 Megawatt folgen. Zu den ersten realisierten Projekte des neuen Joint Ventures dürfte ein Solarpark mit 21 Megawatt in Bayern gehören. Für diesen hatte Naga Solar noch Mitte Januar einen Vertrag über die Finalisierung des Genehmigungsverfahrens samt Umspannwerk mit dem Clean Energy Future Fund der Aream GmbH geschlossen. Mit dem neuen Umspannwerk soll der Netzanschluss von bis zu 60 Megawatt möglich werden und Naga Solar hat dafür bereits weitere Projekte in der Pipeline. Die erste 21 Megawatt sollen bis zum Jahresende am Netz sein, wie es in der Erklärung hieß.

„Um weiterhin starke, konsistente Renditen aus der Solarbranche zu erzielen, müssen Investoren unserer Meinung nach Kapital früher im Entwicklungsprozess einsetzen und sich neue Technologien wie Batterien und Wasserstoff zu eigen machen“, erklärt Henny Pelsers weiter. Mit dem Joint Venture könne die Geschwindigkeit dafür erhöht werden und schneller ein großes Portfolio an attraktiven Investitionsmöglichkeit in Photovoltaik-Anlagen geschaffen werden. Diese Vorhaben von Ampyr Solar Europe sollen Chancen für institutionelle Anleger eröffnen, eine Milliarde Euro und mehr zu investieren.

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