Manz bestätigt EBIT-Verlust

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Die Manz AG hat am Donnerstag ihre vorläufigen Geschäftszahlen für 2019 bestätigt. Nach dem vollständigen Geschäftsbericht sank der Umsatz von 296,9 auf 264,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 9,2 Millionen Euro nur unwesentlich unter dem von 2018. Das Ergebnisverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit -7,6 Millionen Euro hingegen mehr als doppelt so hoch aus wie noch im Jahr davor.

Insgesamt lagen die Ergebnisse jedoch in den angepassten Erwartungen des Vorstands. Nach kundenseitigen Projektverzögerungen im Photovoltaik-Bereich und dem Aufschub von Großinvestitionen beim Aufbau einer europäischen Batterieproduktion für die Mobilitätswende hatte Manz seine Prognose für 2019 gesenkt.

Die Umsätze im Bereich Solar blieben mit 47,5 Millionen Euro deutlich hinter den Ergebnissen zurück. Das Segment Batteriespeicher konnte den Umsatz nur leicht von 35,4 auf 40,7 Millionen Euro steigern. Zugleich war auch das EBIT für beide Bereiche negativ. Der Verlust in der Photovoltaik-Sparte betrug 2,0 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 14,4 Millionen Euro im Jahr davor. Der EBIT-Verlust im Segment Energy Storage fiel mit 11,3 Millionen Euro noch etwas höher als 2018 aus.

„Die Entwicklung im vergangenen Jahr konnte unsere ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllen. Die fundamentalen Trends in unseren Segmenten Energy Storage, Electronics und Solar sind jedoch intakt“, sagte Vorstandschef Martin Drasch. Für den Anlagen- und Maschinenbauer seien die tatsächlichen Auswirkungen und die Dauer der Corona-Pandemie derzeit noch schwer abzuschätzen. Aktuell verfüge Manz über einen Auftragsbestand von rund 170 Millionen Euro.

Zur Prognose 2020 gab sich der Vorstand daher auch vorsichtig. Manz wolle „profitabel wachsen“. Der Vorstand „erwartet einen niedrigen bis moderaten Umsatzanstieg gegenüber dem Jahr 2019 sowie eine positive EBIT-Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich“. In dieser Prognose seien bereits abschätzbare Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung berücksichtigt. Angesichts der erheblichen Unsicherheiten und der hohen Dynamik könnten die ökonomischen Auswirkungen auf Manz und die Prognose derzeit nicht hinreichend ermittelt werden, hieß es weiter. Der Vorstand werde daher fortlaufend die weitere Entwicklung bewerten.