Kyocera realisiert in Japan schwimmendes Photovoltaik-Kraftwerk mit 13,7 Megawatt

Der Projektierer Kyocera TCL Solar LLC hat im März das nach eigenen Angaben größte schwimmende Photovoltaik-Kraftwerk Japans mit einer Leistung von 13,7 Megawatt in Betrieb genommen. Die Anlage schwimmt auf dem Stausee am Yamakura-Damm in der Präfektur Chiba und wurde bereits am 20. März feierlich eingeweiht, wie Kyocera und die Tokyo Century Corporation am Montag mitteilten. Die beiden Unternehmen hatten 2012 gemeinsam Kyocera TCL Solar gegründet, mit dem Fokus auf die Entwicklung großer Photovoltaik-Projekte. Der Projektierer hat nach eigenen Angaben inzwischen 61 Photovoltaik-Kraftwerke in Japan errichtet, davon sieben schwimmende Solaranlagen an Süßwasser-Dämmen und auf Stauseen. In Deutschland und Europa plane das Unternehmen bis dato keine Projekte auf dem Wasser, sagt eine Kyocera-Sprecherin auf Nachfrage von pv magazine.

Die schwimmende Anlage am Yamakura-Damm wird den Unternehmen zufolge kommerziell vom Büro für Wasserversorgung der Präfektur Chiba genutzt. Auf einer Oberfläche von 180.000 Quadratmeter beziehungsweise 18 Hektar seien 50.904 Photovoltaik-Module installiert worden. Die voraussichtliche jährliche Stromerzeugung betrage 16.170 Megawattstunden – das sei genug, um rund 4970 japanische Haushalte zu versorgen. Der gesamte Strom werde an den Versorger Tepco verkauft. Ursprünglich sei das Projekt von der Gemeinwirtschafts-Agentur der Präfektur Chiba entwickelt worden, um deren eigene Umweltbelastung zu reduzieren.

In Fernost, aber beispielsweise auch in den Niederlanden werden Standorte auf dem Wasser für den Bau von Photovoltaik-Anlagen geprüft, da Landflächen für Kraftwerks-Großanlagen zunehmend rar werden. Ende vergangenen Jahres hatte Indien Ausschreibungen mit einem Volumen von zehn Gigawatt für schwimmenden Solaranlagen angekündigt. Die Nachfrage beim Bundesverband Solarwirtschaft, welches Flächenpotenzial es hierzulande auf dem Wasser gäbe, blieb zunächst unbeantwortet. Der Bau auf dem Wasser bietet Experten zufolge durch die zusätzlichen Reflexionen und die natürliche Kühlung höhere Wirkungsgrade.