EU-Kommission will chinesische Wechselrichter aus EU-geförderten Projekten drängen

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Die EU-Kommission verschärft nach Informationen aus Kommissionskreisen ihren Kurs gegenüber chinesischen Wechselrichterherstellern. Künftig sollen Projekte, die mit EU-Geldern, etwa aus der Europäischen Investitionsbank oder dem Europäischen Investitionsfonds, finanziert werden, keine Wechselrichter mehr von sogenannten „Hochrisiko-Lieferanten“ einsetzen dürfen, wie der Spiegel zuerst berichtete. Hintergrund sind wachsende Sicherheitsbedenken.

Demnach verweist die Kommission auf ihre Mitteilung zur Stärkung der wirtschaftlichen Sicherheit der EU vom Dezember 2025. Darin werden sechs Hochrisikobereiche benannt, in denen kurzfristig gehandelt werden soll. Zu den dringendsten Gefahren zählt die Kommission die mögliche Störung kritischer Infrastruktur durch ausländische Akteure.

Besonders im Fokus steht dabei die gebündelte Abhängigkeit von Wechselrichtern durch Anbieter aus einem Land. Risikoanalysen der Kommission sehen demnach Gefahren durch Manipulation von Parametern der Stromerzeugung, Störungen bei der Einspeisung sowie unbefugten Zugriff auf Betriebsdaten. Im Extremfall könne dies zu Stromausfällen führen.

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Als mittelfristige Maßnahme verweist die Kommission auf den Cybersecurity Act. Dieser solle künftig die Möglichkeit eröffnen, Wechselrichter von Hochrisiko-Anbietern ganz vom EU-Binnenmarkt auszuschließen. Da bereits heute konkrete Risiken bestünden, will die Kommission nun sofort handeln. Sie hat dazu Leitlinien erarbeitet, die den Einsatz von EU-Fördermitteln für Projekte mit Wechselrichtern solcher Anbieter einschränken sollen.

Für Projekte, die an das europäische Stromnetz angeschlossen sind oder angeschlossen werden sollen, ist eine Übergangsregelung vorgesehen. Bereits begonnene Vorhaben können demnach weiter durch EU-Gelder gefördert werden, wenn sie bis zum 1. Mai bei der Kommission gemeldet und bis zum 1. November zur Entscheidung vorgelegt werden. Alle anderen Projekte sollen Hochrisiko-Anbieter ausschließen.

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