IHS: Globaler Speichermarkt verdoppelt sich 2016

Der Weltmarkt für netzgekoppelte Speichersysteme wird sich in diesem Jahr von 1,4 auf 2,9 Gigawattstunden mehr als verdoppeln. Bis 2025 werde die neu installierte Speicherkapazität auf 21 Gigawattstunden steigen, so die am Donnerstag veröffentlichte Studie von IHS. Nach Ansicht der Analysten würden sich über die kommende Dekade Lithium-Ionen-Batterien  als „Mainstream“-Speichertechnologie durchsetzen. Mehr als 80 Prozent der weltweiten Neuinstallationen würden dann auf Lithium-Ionen-Technologie entfallen. „Energiespeicher werden genauso schnell wachsen wie Photovoltaik in den vergangenen Jahren, getrieben von starkem Interesse vieler Akteure, was auch die jüngsten Zusammenschlüsse und Akquisitionen unter Autobauern sowie großen Öl- und Gaskonzernen belegen“, erklärt Marianne Boust, Analystin von IHS Markit. Marktführer bei Energiespeicher seien die USA und Japan. Allerdings seien auch in Südafrika, Kenia und den Philippinen starke Aktivitäten zu verzeichnen, zumal die Kosten für Batteriesysteme weiter sinken.

Nach den Erwartungen der IHS-Analysten werden Japan und die USA die größten Speichermärkte weltweit sein und für rund ein Drittel des erwarteten Umsatzes von insgesamt 50 Milliarden US-Dollar über das nächste Jahrzehnt verantwortlich sein. In Australien und Japan werde die Energiespeicherdurchdringung bis 2025 auf etwa fünf Prozent der installierten Erzeugungskapazitäten anwachsen. Dies zeige auch die wachsende Bedeutung von Energiespeichern bei der Netzstabilität, der Integration von Erneuerbaren und dem Energiemanagement insgesamt.

Wichtige Motivationen für die Installation von Speichersystemen seien Eigenverbrauch und Back-up-Bedürfnisse, so IHS weiter. Die Hälfte der Speicherinstallationen dürfte auf solche Gründe zurückzuführen sein. Wobei insgesamt acht Länder, darunter Japan, China und die USA, in diesem Bereich eine kumulierte Kapazität von einer Gigawattstunde überschreiten werden, wie es weiter hieß. Auf die traditionellen Geschäftsmodelle von großen Energieversorgern werde diese Entwicklung eine massive Auswirkung haben. (Sandra Enkhardt)